Willkommen bei Hans Reime
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Medien und Meinungen zur Coronakrise

"Jeden Tag etwas auf die gleiche Art und Weise zu machen und bessere Ergebnisse zu erwarten - ist Schwachsinn". Albert Einstein

"Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft  sind" - (Also nie!)

Angela Merkel

"Wir reden die ganze Zeit über Möglichkeiten und Maßnahmen, die wir schon im Mittelalter hatten: wegsperren und zumachen. Nach 500 Jahren sollte man in der Lage sein, die neuesten technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts auch einzusetzen".

Prof. Schmidt-Chanasit

Corona-Krise

Corona spaltet die Glaubensgemeinschaft

Bei der Frage nach der Wirksamkeit der verordneten Corona-Bekämpfungs-maßnahmen spalten sich die Geister. Die Befürworter glauben, dass wegen der Maßnahmen die Infektionen in Deutschland moderater gestiegen sind (Repressions-Paradoxon), die Skeptiker glauben, dass die Infektionen trotz der Maßnahmen wieder stärker steigen (Präventions-Paradoxon). Und Politiker glauben., dass die festgelegten Maßnahmen wirken werden und reagieren auf unwirksame Verbote mit noch schärferen unwirksameren Verboten. Was richtig ist, weiß keiner. Alles nur Glaubensfragen.

Corona-Evaluation -
Angesehene Wissenschaftler und Mediziner haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Pandemiepolitik der Bundesregierung kritisiert - und wurden dafür diffamiert, verloren nicht selten Amt und Reputation. Der Abschlussbericht des unabhängigen Sachverständigenrates zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen bestätigt sie nun. Nun müssen nur noch politische Konsequenzen folgen.
 

 Corona-Evaluierungsbericht
Eine Generalabrechnung mit der Politik und dem RKI Von Tim Röhn, Benjamin Stibi

Der Bericht zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen ist da – und dürfte für hitzige Diskussionen sorgen. In dem Papier, das WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt, stellen die Sachverständigen der Politik ein katastrophales Zeugnis aus. Die Datenlage ist unzureichend, die politischen Beschlüsse intransparent. Und die Maßnahmen? Für deren Wirken fand die Gruppe kaum Evidenz. 
 

Corona-Ursprung
„Das ist schon ein sehr, sehr seltsamer Zufall“ (WELT+)
Von Leonhard Landes 30.062022

Hat ein Laborunfall in Wuhan die Corona-Pandemie ausgelöst? Der Genetik-Professor Günter Theißen hält das für möglich. Im WELT-Interview erklärt er, warum er die Gegenargumente von Virologen wie Christian Drosten schwach findet – und weshalb er mit brisanten Enthüllungen rechnet. 

Der Wochenbericht des RKI vom 31.03.2022 ist zum Abschluss der Coronazwangsmaßnahmen äußerst interessant.

Laut des neuen Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts ist in der bevölkerungsstärksten Altersgruppe kaum mehr eine Wirkung der Impfung gegen eine symptomatische Covid-Erkrankung zu erkennen. (Grafik 3)

Hier wird die Inzidenz bezogen auf symptomatische Corona-Erkrankungen nach Impfstatus ausgewiesen, das heißt: die vom RKI erhobenen symptomatischen Fälle, bezogen auf den jeweiligen Anteil von Geimpften bzw. Ungeimpften an der Bevölkerung. In der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen liegt die Inzidenz Mitte März bei Geimpften, Ungeimpften und Geboosterten nahezu gleich auf: Ungeimpfte infizieren sich sogar geringfügig seltener als Geimpfte und auch als Geboosterte.

Bei den Hospitalisierungen errechnet das RKI immerhin noch eine Impfeffektivität von 46 Prozent in der Altersgruppe bei zweifach und 67 Prozent bei dreifach Geimpften. Bei über 60-Jährigen soll die Impfeffektivität etwas höher liegen, bei 77 bzw. 78 Prozent, bei unter 18-Jährigen deutlich niedriger.

Die RKI-Grafiken zeigen: Atemwegserkrankungen der letzten Jahre (Grafik1), Hospitalisierung wegen dieser AEK (Grafik2) und Covid-Infizierte und Hospitalisierte 20212/2022 (Grafik 3)

Überraschender Geldsegen für die Medien: So viele Millionen gaben Spahn und Lauterbach für ihre Corona-Kampagnen aus

Das Bundesgesundheitsministerium hat im vergangenen Jahr ungewöhnlich viel Geld für Werbekampagnen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgegeben. Wie hoch die Summe genau ist, welche Medien am stärksten profitierten und warum der Regierung angeblich der genaue Überblick über die Ausgaben fehlt.
Locker 250 Millionen betrug der „überraschende Geldsegen an die Medien“. Nun verstehen Sie, warum das "Medienorchester" so ohne Misstöne die Linie der Bundesregierung unterstützte.

Auszug aus einer Top-Story in kress pro, dem Magazin für Führungskräfte in Medien:

Corona und die Medien

„Normalbürger müssen sich keine großen Sorgen machen“ (WELT+)

Von Frank Lübberding

Seit Anfang 2020 prägen die Medien unseren Blick auf Corona. Doch haben sie die Krise mit all ihren Unsicherheiten angemessen abgebildet? Eine chronologische Liste exemplarischer Aussagen aus den letzten zwei Jahren – besonders eine Tendenz fällt auf.

Am Anfang der Pandemie gab es eine grundlegende wissenschaftliche Einsicht: Unser Wissen über ein neues Virus ist immer vorläufig. Es wird also neue Erkenntnisse und darauf beruhende veränderte Schlussfolgerungen geben. Unter dieser Prämisse ist der Irrtum die Grundlage des Fortschritts.

Von dieser Einsicht hat sich die deutsche Gesellschaft sehr schnell verabschiedet. Bald ging es in der Debatte nicht mehr um die Wissenschaft und deren Diskurse, sondern um die Legitimation politischer Entscheidungen. Diese sind in Demokratien zwangsläufig umstritten. Menschen haben unterschiedliche Interessen. Sie setzen in ihrem Wertegefüge unterschiedliche Prioritäten. Gruppen mit gesichertem Einkommen in der Pandemie schätzen die Risiken staatlicher Pandemiebekämpfung anders ein als solche, deren wirtschaftliche Existenzgrundlage zerstört wird.

Unsere Übernahme des chinesischen Lockdown-Modells im März 2020 war der Kern politischer Konflikte. In freien Gesellschaften werden solche offen ausgetragen, eine wichtige Rolle spielen dabei die Medien. Dort gab es eine beunruhigende Entwicklung zu beobachten. Konflikte wurden nicht mehr als legitim betrachtet, sondern der politische Gegner zunehmend als illegitimer Feind angesehen.

Diese Zitatensammlung ist der Versuch einer Rekonstruktion dieser Konflikte. Die Auswahl ist subjektiv, vieles fehlt, darunter fremde und eigene Irrtümer. Niemand erwartete im Januar 2020, was uns in den kommenden beiden Jahren bevorstehen würde. Die Zitate haben folglich nicht den Zweck, anderen ihre Fehleinschätzungen vorzuwerfen. Hier sitzen alle Medien im selben Glashaus.

Die Sammlung soll vielmehr den kritischen Sinn für einen Diskurs schärfen, der sich in einem atemberaubenden Tempo in den Kategorien des Freund-Feind-Denkens verselbständigte. Viele beanspruchten zunehmend einen Monopolanspruch.

Es handelt sich bei dieser Zitatensammlung allerdings nicht nur um einen Rückblick, sondern zugleich um einen Warnruf als Ausblick: Die liberale Gesellschaft droht ihre vielbeschworenen Werte zu verlieren. Einer unserer wichtigsten Grundwerte ist der politische Streit als tragende Säule unserer Verfassung. Entscheidend ist nicht, wer ein Argument formuliert, sondern die Stichhaltigkeit des Arguments. Man muss also in einer Demokratie immer davon ausgehen, dass sogar ein Gegner die besseren Argumente hat.

Zwei Jahre Pandemie in den Medien

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“, 24. Januar 2020:

„In China wurden allerdings in den vergangenen Tagen mehrere Millionenstädte mit der Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens unter Quarantäne gestellt, zudem die chinesischen Neujahrsfeiern wegen des Coronavirus abgesagt. Man ahnt, was die Welt in den kommenden Wochen beschäftigen könnte. Milchmädchenrechnungen werden wir uns bei dem Thema nicht leisten können.“

n-tv, 27. Januar 2020:

„Zur ‚Einordnung‘ betonte Spahn, dass der Krankheitsverlauf beim Coronavirus milder sei als etwa bei einer Grippe. ‚An einer Grippe, wenn sie schwer verläuft, sterben in Deutschland bis zu 20.000 Menschen im Jahr.‘ Auf die Frage, ob in Deutschland wie in China auch die Abschottung ganzer Städte möglich sei, führte Spahn das Beispiel von Masern an, die deutlich ansteckender seien als das Coronavirus. ‚Und wir bekommen auch einen Masern-Ausbruch in Deutschland mit deutlich milderen Maßnahmen in den Griff, als wir sie derzeit in China sehen.‘“

„Zeit“, 28. Januar 2020:

„Harmlos ist das neue Coronavirus aber keinesfalls, gleichzeitig mahnen Wissenschaftler immer wieder zur Besonnenheit.“

Bayerischer Rundfunk, 30. Januar 2020:

„Es gibt natürlich auch die, die immer erregt sein wollen, weil Erregung das Zentrum ihrer politischen Arbeit darstellt. Martin Sellner von der Identitären Bewegung etwa zwitscherte: ‚Das Wuhan Virus verbreitet sich rasend schnell. Offene Grenzen bedeuten auch offene Grenzen für Viren.‘ Wer die Apokalypse zur Basis seines Denkens macht, der schlägt Maßnahmen zu deren Verwirklichung vor. (…) Kein Verkehr mehr, Flugzeuge bleiben am Boden, Züge fahren nicht, quasi Generalstreik, die Wirtschaft erlahmt, Krise, und schon hätte man genau das, was man draußen halten will: das Desaster.

Deutschlandfunk Nova, 4. Februar 2020:

„Normalbürger müssen sich keine großen Sorgen machen, dass sie angesteckt werden und erkranken, sagt Christian Drosten, auch wenn das gerade bei vielen Menschen der Fall ist. ‚Aber bei einer nüchternen, wissenschaftlichen Betrachtung ist das jetzt eher für Gesundheitsplaner ein Thema, für Personen, die im Gesundheitssystem Verantwortung haben.‘

usw...

Da der Artikel hinter einer Bezahlschranke liegt, können Sie ihn hier weiterverfolgen

Fazit:

„IDW – Informationsdienst Wissenschaft“, 22. März 2022:

Nicht nur in Medienhäusern ist das Interesse groß, welches Zeugnis Journalist*innen nach zwei Jahren Pandemie ausgestellt wird. Eine aktuelle, repräsentative Publikumsbefragung des Instituts für Journalistik, durchgeführt von forsa, zeigt: 41 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, die Glaubwürdigkeit des Journalismus habe durch die Corona-Berichterstattung abgenommen. Demgegenüber geben nur 8 Prozent an, die Glaubwürdigkeit habe sich erhöht. ‚Ein alarmierender Wert‘, sagt der Leiter der Studie ‚Journalismus und Demokratie‘, Prof. Michael Steinbrecher von der TU Dortmund, ‚zumal sich in der Befragung auch zeigt, dass mehr als ein Drittel der Menschen glaubt, der Journalismus sei meist abhängig vom Einfluss der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft. Wenn sich diese Positionen verfestigen, kann dies auf Dauer die Akzeptanz des Journalismus in seiner demokratischen Funktion beschädigen.‘“

Freiheitstag?

Änderung des Infektionsschutzgesetzes - Der große Verlierer der Corona-Politik bleibt der mündige Bürger

Erinnern Sie sich? "Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung", sagte Maas der Süddeutschen Zeitung. Und: Damit sei "im Laufe des August (2021) zu rechnen".
Dieses Impfangebot haben ALLE Deutschen bereits seit einiger Zeit und trotzdem passiert wenig bis nichts, weil nach dem Willen der Politik 65 Millionen Rückksicht auf die nehmen müssen, die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft sind. Nichr etwa, weil die sich infizieren könnten. Nein, weil zunächst das Gesundheitssystem gefährdet werden könnte, als das nicht eintrat, die kritische Infrastruktur Schaden nehmen könnte, als auch das nicht eintrat, musste wieder das Gesundheitssystem herhalten und jetzt, in der 6. Welle, ist es wieder die kritische Infrastruktur. Ja. Inzwischen kennt jeder Jemand in seiner Umgebung, der mit Covid-19 infiziert ist, aber so gut wie keinen, der auch ernsthaft erkrankt ist.

Nun hat der Bundestag nach einer hitzigen Debatte am heutigen Freitag ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten bundesweiten Corona-Schutzregeln beschlossen. Obwohl es auf den ersten Blick wie eine teilweise Rückkehr zur Normalität aussieht, zeigt sich auf den zweiten Blick doch überdeutlich, dass der viel zitierte „Freiheitstag“ in weite Ferne rückt. Die politische Drohkulisse nämlich bleibt.
Der große Verlierer der sich in Deutschland etablierten pandemiegetriebenen Politik ist der mündige Bürger, der sich nach seiner Façon vor Covid-19 schützen will. Denn auf den zweiten Blick haben wir es weiterhin mit Verunsicherungsmaßnahmen zu tun, weil man Freiheiten nur oberflächlich – quasi in erster Instanz auf Bundesebene – und auch nur derart zurückgibt, dass man sie – quasi in zweiter Instanz auf Länderebene – auch wieder par ordre du mufti kassieren kann. Theoretisch jedenfalls.
Durch die sogenannte Hotspot-Regelung ist es Länderparlamenten möglich, wieder weitgehende Freiheitsein-schränkungen zu beschließen , inklusive der leidigen 2G- und 3G-Regelungen, die in den vergangenen zwei Jahren zu allerhand gesellschaftlichen Verwerfungen geführt und Supermarktangestellte und Kellner zu Corona-Hilfssheriffs umfunktioniert haben.
Wann kommt er also nun, der „Freiheitstag“? Wann wird der Selbstschutz endlich auf die Bürger übertragen? Niemanden wird verwehrt, wann und wo auch immer eine Maske zu tragen. Leider ist klar: Die Zielvorgaben für die Wiederherstellung echter Freiheit, die in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig geändert wurden, erinnern schon länger an die Karotte, die dem Esel vor die Nase gehängt wird, damit der brav weiterläuft. Noch nicht! So heißt es immer und immer wieder. Noch nicht! Aber bald, ach nee, doch nicht.

Deutschland lockert die Corona-Regeln: Am Sonntag tritt ein neues Infektionsschutzgesetz in Kraft (NZZ)

Der Deutsche Bundestag hat entschieden, die meisten Corona-Regeln aufzuheben. Die Bundesländer sind damit unzufrieden, stimmten am Ende aber doch zu. Politiker der Regierungsparteien deuten an, dass die Regeln je nach Lage auch wieder verschärft werden könnten.

(Fast) ganz Europa ist maßnahmenfrei (Cicero)

Während die Bundesregierung mit dem heute beschlossenen neuen Infektionsschutzgesetz die meisten Corona-Regeln zwar abschafft, mit der sogenannten Hotspot-Regelung den Bundesländern jedoch ermöglicht, weiterhin Freiheitseinschränkungen zu verfügen, ist im europäischen Ausland ein Großteil der Beschränkungen bereits gefallen – und zwar ohne Hintertürchen. Ein Überblick.

Corona-Politik

Angstmichel will keine Rückkehr zur Normalität (Cicero)

Von Ben Krischke, 15.03.2022

Der 20. März hätte der Tag sein können, an dem Deutschland seine Angstneurosen weitgehend hinter sich und mündige Bürger endlich wieder freie Bürger sein lässt. Doch solange Karl Lauterbach Gesundheitsminister ist, wird es kein Zurück zur Normalität mehr geben. Das ist seine Kernbotschaft seit Herbst 2021. Verlassen kann er sich dabei auf eine große Schar an Unterstützern, die sich längst eingerichtet haben in ihrer Feigheit vor dem Leben – die Sinn und Unsinn der Corona-Politik nicht hinterfragen und auf den deutschen Angstmichel, der zwar den großen Mut der Ukrainer im Kampf gegen die russischen Invasoren lobt, selbst aber zu feige ist, ohne Maske in einen Supermarkt zu gehen.

Ich kann mir den Maßnahmen-Irrsinn der vergangenen zwei Jahre heute jedenfalls nur damit erklären, dass die deutsche Akzeptanz und Toleranz gegenüber der Corona-Politik die logische Fortsetzung einer über Jahre gewachsenen Freude der Leute am übergriffigen Staat ist. Und ja, auch mir wäre lieber, wenn dem nicht so wäre, aber mir gehen leider die Ideen aus, warum etwa junge, gesunde, womöglich geimpfte Menschen Angst haben vor einem Virus, das ihnen rein statistisch überhaupt nichts anhaben kann. Und überdies finden, die eigenen Ängste seien ein legitimes Argument, um 83 Millionen Menschen mal mehr, mal weniger klein zu halten.

Selbst wenn von heute auf morgen alle Corona-Maßnahmen fielen – wirklich alle, was ich ausdrücklich begrüßen würde – ginge damit kein Verbot einher, sich selbst weiterhin nach der eigenen Façon zu schützen.

Netzfund – Brief an Impfgegner

Hallo liebe Impfgegner, ich habe nichts gegen Sie und respektiere Ihre Entscheidung, wenn auch Sie respektieren, falls Sie auf die Intensivstation müssen, dass Ich derjenige bin, der

- Sie zuerst einmal für die ersten Stunden an ein Sauerstoff Gerät anschließt, an dem Sie dann mit 50 Liter Zustrom hochdosiert Sauerstoff bekommen.

- der Ihnen dann einen Blasenkatheter legen wird, weil Sie nach kürzester Zeit nicht mehr in der Lage sein werden, um aufzustehen, um selbstständig zur Toilette zu gehen.

- der dabei ist, wenn die Ärzte Ihnen in die große Vene einen Infusionszugang legen, um Sie dann mit lebenswichtigen Medikamenten zu versorgen, ohne die Sie im Verlauf nicht überleben können.

- der dabei hilft, Ihnen einen Messschlauch in Ihre Arterien zu legen, um die wichtigsten Werte Ihres Kreislaufs zu überwachen, welcher in ein paar Stunden extrem schlecht sein wird.

- derjenige bin, der Sie nach ein paar Stunden mit dem Sauerstoff Gerät jetzt an ein Beatmungsgerät nehmen wird und Ihnen eine Maske auf Mund und Nase anpasst, weil der Sauerstoffgehalt in Ihrem Blut immer schlechter wird.

- derjenige sein werde, der Ihnen etwas zur Beruhigung verabreicht, weil die Angst zu ersticken wächst.

- derjenige sein werde, der Sie im Bett wäscht, weil Ihnen die Kraft fehlt.

- derjenige sein werde, der Sie so im Bett positioniert, dass Sie etwas leichter atmen können.

- derjenige sein werde, der Sie und Ihre Angehörigen darauf vorbereitet, dass Sie in absehbarer Zeit in einen Tiefschlaf versetzt werden müssen, um dann einen Beatmungsschlauch in Ihre Luftröhre zu schieben, um dann mit noch mehr Sauerstoff die Lunge zu versorgen.

- derjenige sein werde, der dabei ist, wenn Sie sich von Ihren Angehörigen verabschieden müssen ohne zu wissen wohin die "Reise" gehen wird.

- derjenige bin, der Sie dann, wenn sie im Tiefschlaf sind, auf Ihren Bauch drehen wird, auf dem Sie dann die meiste Zeit liegen werden, um überhaupt noch ein paar Areale ihrer Lunge mit Sauerstoff versorgen zu können.

- derjenige bin, der Sie dann abführen wird, weil Sie nicht von alleine Stuhlgang haben können.

- derjenige sein werde, der dabei hilft, die Dialyse aufzubauen, wenn dann nach ein paar weiteren Tagen die Niere ihre Tätigkeit einstellt.

- wenn Sie ausgesprochene Glück haben, auch der, der Sie begleitet, während Ihrer Aufwachphase und zur weiteren Gesundung bis zur Übergabe an die Pflege Station (wenns optimal läuft dann sind das ca. 3-4 Wochen)

- oder derjenige, der Ihre Angehörigen und Sie auf Ihren letzten Weg begleitet.

- derjenige sein werde, der Sie dann in einen speziellen Sack einbetten muss, bevor Sie Ihre letzte Reise antreten werden.

Wie gesagt, ich habe nichts Persönliches gegen Sie und muss Ihre Entscheidung respektieren, aber dann sollten Sie sich aber auch über die Konsequenzen im Klaren sein und soweit kooperieren, um uns die Arbeiten tun zu lassen, welche nötig sind, um Sie zu versorgen.

Bleiben Sie gesund, dann müssen wir und Sie nicht tätig werden.

Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf Covid-19 in Deutschland

Haben Sie´s auch schon bemerkt? Covid-19 findet in den Medien nicht mehr statt. Offenbar hat Putin die Pandemie mit Waffengewalt beendet und Lauterbach ist sauer, Putin hätte „in verbrecherischer Weise das Völkerrecht gebrochen", sagt er, "und wir haben Besseres zu tun, als uns mit den Großmachtphantasien Putins zu beschäftigen“ - etwa den Klimawandel oder die Pandemie zu bekämpfen...

>>> Pressekonferenz am 25.02.2022, 10:04 Uhr

Corona-Krise

Schluss mit Panik: Regierung muss Strategiewechsel erklären (Cicero)

VON DANIEL GRÄBER am 17. Februar 2022

Deutschland hat sich vom Kampf gegen das Coronavirus verabschiedet. Aber still und heimlich, ohne es den Bürgern zu erklären. Dass muss jetzt dringend nachgeholt werden, was auch mehrere medizinische Fachgesellschaften in einer aktuellen Stellungnahme fordern. Sonst droht die Demokratie wirklich Schaden zu nehmen.

(Leider hinter einer Bezahlschranke, deshalb auch hier Auszüge):

Das politische Geplänkel um die Frage, wie schnell und in welchen Schritten Deutschland aus dem Corona-Krisenmodus herausfindet, vernebelt den Blick auf eine wesentliche Tatsache: Die Bundes- und Landesregierungen haben ihre Pandemie-Strategie fundamental geändert. Das lange vorherrschende Ziel einer Eindämmung der Virusverbreitung wurde aufgegeben. Stattdessen geht es jetzt um den Schutz von Risikogruppen. Das ist vernünftig und richtig. Doch das Problem ist: Die Regierung hat diesen Strategiewechsel nie deutlich verkündet und erklärt. Das muss sie jetzt dringend nachholen.

Mediziner fordern klare Kommunikation

Diese Forderung erheben mehrere medizinische Fachgesellschaften in einer aktuellen Stellungnahme, die wir als so wichtig erachten, dass wir sie an dieser Stelle im vollständigen Wortlaut veröffentlichen.

Heilsamer Schock

Für die deutsche Öffentlichkeit, die seit bald zwei Jahren in etlichen Pressekonferenzen, Talkshows und Nachrichtensendungen auf den Kampf gegen das Coronavirus eingeschworen wird, wäre eine so klare Kommunikation womöglich ein Schock. Aber ein heilsamer. Denn immer mehr Menschen äußern inzwischen ihre Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Pandemiebekämpfung durch ein immer verworreneres Regelwerk teils tiefgreifender Freiheitsbeschränkungen.

Es sind längst nicht nur radikale Staatsfeinde, die gegen die Corona-Politik in Deutschland auf die Straßen gehen. Es sind demokratisch gesinnte Bürger, die ihrer Regierung nicht mehr vertrauen. Es liegt nun an den Regierenden, das Vertrauen der Regierten zurückzugewinnen. Ehrlichkeit ist die Voraussetzung dafür.

Dazu zählt auch das Eingeständnis, dass es ein schwerer Fehler war, die Öffentlichkeit durch Schockszenarien in Angst und Schrecken zu versetzen. Merkwürdigerweise sahen das die politisch Verantwortlichen zu Beginn der Pandemie noch genauso. Es gebe keinen Grund, jetzt in Alarmismus zu verfallen, hieß es noch Ende Januar 2020 aus dem Bundesgesundheitsministerium. Das neuartige Coronavirus sei weit weniger gefährlich als etwa der Sars-Erreger vor einigen Jahren.

Panikpapier aus dem Innenministerium

Als dann die Infektionszahlen in Europa zunahmen, änderte die Bundesregierung ihre Strategie um 180 Grad. Statt die Bürger zu beruhigen, sollten sie nun in Panik versetzt werden, um strenge Maßnahmen durchsetzen zu können. Nachlesen lässt sich das in jenem berüchtigten Geheimpapier aus dem Bundesinnenministerium, das eine von Staatssekretär Markus Kerber beauftragte Gruppe von Wissenschaftlern im März 2020 verfasst hat. Hier ein wesentlicher Auszug daraus

Schmerzhafte Aufklärung

Wenn nun die Corona-Maßnahmen endlich rückabgewickelt werden und die Politik ihren Panikmodus verlässt, darf das nicht stillschweigend geschehen. Der Strategiewechsel muss zunächst klar und deutlich benannt werden, damit auch diejenigen ihn verstehen, die vor dem Virus nach wie vor Angst haben und mit der strengen Coronapolitik im Großen und Ganzen einverstanden waren.

Der zweite Schritt wird noch schmerzhafter. Nach der Krise muss Aufklärung folgen. Welche Fehlentscheidungen gab es? Wie kamen sie zustande? Was kann Deutschland bei der nächsten Pandemie besser machen? Diese Fragen müssen offen und transparent geklärt werden. Denn sonst nimmt die Demokratie wirklichen Schaden.

Ein sehr lesenswerter, wenn auch langer Artikel, der auch Geimpfte und Geboosterte nachdenklich stimmen muss, auch mich!

„Pandemie der Ungeimpften“

Von Narrativen, der Wahrheit und dem Recht (Cisero)

Je mehr sich zeigt, dass die Verbreitung des Coronavirus nicht vom Impfstatus abhängt, umso massiver wird in Sachen Impfpflicht vorgeprescht und gegen sogenannte Impfverweigerer gehetzt. Der Rechtswissenschaftler Jörg Benedict fragt in seinem Gastbeitrag, was denn eigentlich die Rechtsgrundlagen für 2G- und 3G-Regelungen sowie berufsspezifische und allgemeine Impfpflichten sind, und kommt zu dem Fazit: Die Maßnahmen sind verfassungswidrig.

VON JÖRG BENEDICT am 17. Februar 2022

Einige Thesen:

  • Zunächst hieß es, „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung“
  • Doch obwohl im Herbst 2021 zweidrittel der Bevölkerung geimpft und darüber hinaus Millionen natürlich immunisiert waren, erreichten die täglich vom RKI verkündeten Fallzahlen Rekordwerte.
  • Gleichwohl wird nicht die Frage erörtert, was die Impfung gebracht hat, sondern ausschließlich, dass man mehr davon brauche. Das Boostern und Schließen der „Impflücke“ sei alternativlos.
  • War im Frühjahr 2021 noch eine Impfquote von 60-70% auf dem Weg aus der Pandemie, sollen es heute weit über 90% sein
  • Es herrscht Übereinstimmung darüber, dass die Pandemie sich nicht eindämmen lässt, weil sich einige aus „Eigensinn“ und „Widerborstigkeit“ nicht impfen lassen und es deshalb eine Pandemie der Ungeimpften gäbe.
  • Wie es sein kann, dass bei einer Impfquote von 70% die nicht geimpfte „Minderheit“ für nie dagewesene Fallzahlen verantwortlich sein sollte wurde nicht hinterfragt.
  • Auch nicht wie es sein kann, dass die nun mittels Impfung „Geschützten“ noch weiterhin vor anderen Menschen geschützt werden müssen, und zwar mit einem „Schutz“, der die „Geschützten“ offenbar nicht schützt?
  • Es wurde zunächst behauptet, nur die Ungeimpften seien als „Treiber der Pandemie“ gefährlich, weil von ihnen die weitere Verbreitung des Virus (steigende Infektionszahlen) und die drohende Überlastung des Gesundheitssystems ausgehe; sie also seien es, die für alle weiter erforderlichen (freiheitsbeschränkenden) Maßnahmen verantwortlich zu machen seien.
  • Diese politisch gut handhabbare Kurzformel ließ sich gut für die neueren rechtlichen Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen, namentlich 2G und 3G-Bestimmungen, einsetzen
  • Die Politik ist nach fast zwei Jahren Pandemie am Ende ihres Lateins und am Ende mit ihrer Geduld, weil sich die erwartete Immunität für Geimpfte nicht einstellte und berief sich dann auf fantastische Modellierungs-Hypothesen
  • Joshua Kimmich wurde niedergemacht, weil er sich nicht impfen lassen wollte. Völlig ignoriert wurde, dass er zunächst lediglich wegen Kontakts zu positiv getesteten und geimpften Mitspielern  in Quarantäne musste. Als dann neben Manuel Neuer acht (!) weitere „voll immunisierte“ Bayern-Stars mit Corona ausgefallen sind, ging es nur noch darum, ob das nächste Spiel stattfinden konnte. (Und dass bei den olympischen Winterspielen ständig von infizierten geimpften Hochleistungsathleten gesprochen wird, ruft nur noch ein Achselzucken hervor)
  • Als gesichert war, dass die Impfstoffe keine sterile Immunität bieten und mithin keinen Fremdschutz bieten, wurden neuerliche Kontaktbeschränkungen und Testerfordernisse auch für „vollständig“ Geimpfte (2Gplus) verfügt
  • Und dann kam Omikron und von der „Pandemie der Ungeimpften“ konnte keine Rede mehr sein.
  • Eine  an der Harvard School of Public Health von Professor Subramanian und Dr. Kumar durchgeführte vergleichende Meta-Studie zur Delta-Variante ist zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass es keinen sichtbaren Zusammenhang zwischen Impfungen und Inzidenzzahlen im Vergleich von Ländern mit hoher oder niedriger Impfquote gibt. Damit  hat sich das Bild mit Omikron nun offenbar sogar umgekehrt: Die Geimpften und Geboosterten scheinen die neuen Treiber der Pandemie zu sein.
  • Die Schlussfolgerung, die in Deutschland aus dieser Entwicklung gezogen wurde, kennen wir: „Boostern, boostern, boostern!“ Die Konsequenz, die Dänemark, aber auch England, Israel, Norwegen, Finnland, Schweden daraus gezogen haben, kennen wir auch: Ende aller Maßnahmen!

Impfwerbespot im Kino für Geimpfte

Waren Sie die letzten Tage im Kino? Dann sind Sie sicher geimpft, denn in den Kinos gilt G2, sonst dürften Sie da gar nicht rein. Gleichwohl laufen in den bundesdeutschen Kinos für mehrere 10.000 Euro die Impfwerbespots der Bundesregierung. Sie werben also bei Geimpften für die Impfung. Absurd, nicht? Nicht so für die Bunderegierung. Deren Sprecher in der BPK am 14.02.2022:

"Zur Ausstrahlung im Kino: ...Hintergrund des Ganzen ist, dass man damit natürlich auch eine gewisse Multiplikatorenwirkung erzeugen will. Wenn wir also beispielsweise gerade auch von Migrantinnen und Migranten sprechen, gibt es immer wieder Multiplikatoren, die das dann tatsächlich in die Communities beziehungsweise die Familien hineintragen. Das ist auch Hintergrund dessen, dass wir dann eben beispielsweise auch in Medien diese Dinger ausspielen.“

Zusatzfrage: "Das heißt, wenn jemand ins Kino geht, der geimpft sein muss, um ins Kino gehen zu können, dann sieht der diesen Werbespot und erzählt dann einem Ungeimpften von diesen Werbespot. Das ist das Ziel?"

Antwort: "Auch das ist eben tatsächlich Teil dieser Kampagne. Wir bespielen, wie gesagt, zahlreiche Medien und zahlreiche Settings. Das ist eben einer der Gründe dafür, dass wir das Ganze tatsächlich auch in Kinos ausspielen."

Ein Geimpfter, der die Impfwerbung im Kino sieht, erzählt dann einem Ungeimpften von diesem Werbespot? Euer Ernst? Ich glaube, Corona hat nicht nur den Körper, sondern auch den gesunden Menschenverstand befallen...

Lauterbach "Angstminister" oder Verschwörungstheoretiker?

Lauterbach prognostizierte bei einer vorzeitigen Lockerung der Corona-Maßnahmen 400 bis 500 Tote pro Tag und betont, dass "Omikron-Wunschdenken" nicht weiterhilft. Allerdings dürfte in dieser Covid-19-Welle mit solchen Todeszahlen nicht mehr zu rechnen sein, gerade wegen der Impfung vulnerabler Gruppen. Diese These hatte ihren Ursprung auch nicht im Labor, aber dafür in den Annahmen des Ministers. Deshalb treibt er nun bei "Anne Will" eine neue Sau durchs Dorf und setzt einen Angstmacher der Sonderklasse in die Welt, denn er hält es nun „für eine ganz gefährliche Legende, dass das Virus immer harmloser wird“, etwa wie eine harmlose Erkältungskrankheit. Das könnte in 30 oder 40 Jahren so sein, „aber nicht in den nächsten zehn Jahren“. (Habe ich das richtig verstanden? Das Virus bleibt mindestens 30 Jahre hochgefährlich?) Und weiter: „Auf der anderen Seite müssen wir auch vermitteln, was ja auch so ist: Die Impfungen sind halt mehr oder weniger nebenwirkungsfrei. Das muss immer wieder gesagt werden.“ Ja. Bei dem Einen mehr und beim Anderen weniger.  Na, dann: Weiter so. Auf eine Normalität vielleicht in zehn Jahren oder so...

"Wir müssen mit dem Virus leben“

Experten überzeugt: 5 Corona-Maßnahmen könnten wir trotz Omikron sofort streichen (Focus)

Da wir inzwischen in einer „Expertokratie“ leben und die Politik angeblich wissenschaftsorientiert arbeitet, hier die unterschiedlichen Meinungen der „Wissenschaft“

Suchen Sie sich was aus nach dem Motto: Vorsicht ist angesagt. Wenn die Maßnahmen schon nicht wirken, haben sie wenigstens nicht geschadet.

Denn egal was passiert. Dass die Maßnahmen die Welle flach gehalten haben, ist nicht bewiesen. Ebenso wenig wie, dass genau diese Maßnahmen viele Todesfälle und Schwerkranke verhindert haben, wie Karl Lauterbach es beispielsweise erwartet. Darauf weist unter anderem der Virologe Alexander Kekulé hin.

Nach wie vor wisse immer noch keiner genau was wir machen müssten, um jemanden vor schwerer Erkrankung und Tod zu bewahren.

Lauterbach wird sagen und im Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) werde hinterher stehen, wir hätten viele Menschen vor schwerer Erkrankung und Tod bewahrt, indem wir es genauso gemacht haben. Und genauso ist es heute, 16.02., bei Maischberger gekommnen. Niemand wird beweisen können, ob man es auch anders hätte machen können.

Krankenhäusern droht in Omikron-Welle keine Überlastung mehr

Erinnern Sie sich? Am 14.01. habe ich über "Immer neue Corona Bekämpfungsziele zur Begründung von Grundrechtseinschränkungen" geschrieben und gefragt, was sich Politiker für die 5. Welle ausdenken würden. Nun ist es klar. Lauterbach wechselt die Argumente für die Begründung von verordneten Corona-Maßnahmen für die immer gleiche Politik schneller als seine Hemden.

Da der für die 4. Welle befürchtet Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur ausblieb und auch der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß laut BILD Entwarnung gegeben hat. "ich rechne aktuell in den kommenden Wochen nicht mehr mit der Überlastung des deutschen Gesundheitswesens."...
... müssen für die 5. Welle wieder befürchtete Corona-Tote herhalten. Lauterbach im "Heute Journal" am 08.02.2022: "Ich habe mal ausgerechnet: Wenn wir ähnlich öffnen wie Israel, dann kommt man auf eine Quote von vielleicht 400, 500 Menschen, die in Deutschland sterben würden. Bei uns sterben derzeit zwischen 100 und 150 am Tag - immer noch zu viel."

Tatsächlich aber sterben in Deutschland 2.700 bis 3.000 Menschen täglich - ohne Corona! Ja, Corona ist nicht ungefährlich, kommt aber laut Prof. Martin Scheerer, Präsident der Gesellschaft für Allgemeinmedizin, statistisch erst auf Platz sieben der Todesursachen.

Hospitalisierung

Mitten in der Pandemie, vor genau einem Jahr, wurden durch staatliche Eingriffe die Pflegekapazitäten auf den Intensivstationen nicht etwa erhöht, sondern um 20% gesenkt. Anschließend wurde die angeblich drohende Überlastung der Intensivstationen als Kriterium für massive Corona-Beschränkungen herangezogen.

Nachdem nun auf dem Höhepunkt der Omikron-Krise die Belegung der Intensivbetten sinkt, wird als letzte Panik-Prognose die Angst vor einer Überbelastung der Normalstationen hochgekocht. Dabei werden auch Patienten mitgezählt, die wegen anderer Krankheiten sowieso ins Krankenhaus müssen und zusätzlich auf Omikron getestet wurden. Im Saarland waren das Laut BILD 75%, in Bremen 60 %, in Rheinland-Pfalz 56%. Das wird billigend in Kauf genommen, weil dadurch die Angst-Prognose besser erfüllt wird.

Aktuell bedeutet das für Niedersachsen, dass eine Überlastung der Normalstationen drohen soll, wenn bei einer Inzidenz von 10,1 pro 7 Tagen rund 2 %  der 42.000 (aktuell 861) Betten von Omikron-Patienten belegt sind. Wenn das zum Problem wird, liegt das nicht an Omikron, sondern am Gesundheitssystem.

Und keines der Leitmedien hinterfragt diese von der Politik geschürte Unsinnigkeit kritisch.

Halb Europa öffnet und Deutschland guckt zu - schuld ist das 3-Millionen-Problem (Focus)

Dienstag, 08.02.2022, 09:37

Großbritannien und Dänemark befreien sich von den Corona-Maßnahmen. Deutschland hindert eine entscheidende Impflücke daran. FOCUS Online zeigt auf, warum die Ü60-Jährigen sich nicht impfen lassen und was dafür spricht, es doch zu tun – für den Einzelnen und die Gesellschaft.

Impflücke? Ich kann es nicht mehr hören. Wer glaubt denn, dass man die mit guten Worten noch schließen kann? Wie lange soll der Spuk eigentlich noch dauern? Wann geht die geimpfte Gesellschaft endlich auf die Barrikaden? Wieso lassen sich 70 Mio. Deutsche von 3 Millionen störrischen und uneinsichtigen Rentnern, die sehr gut in der Lage sind, sich selbst zu schützen, weil sie das Haus sowieso nicht mehr verlassen und 10 Millionen Esoterikern weiter in Geiselhaft nehmen? Die wollen nicht geschützt werden und haben ihr Schicksal schließlich selbst gewählt. Was ist mit der Zusage, dass, wenn sich alle impfen lassen könnten, alles vorbei sein würde?

Ich habe die Schnauze voll, auf andere Rücksicht zu nehmen. Ich passe auf mich selbst auf und erwarte das auch von anderen. Ich bin 77 Jahre, gebooster und will endlich wieder normal leben, denn wer aufhört zu leben, ist bereits tot, bevor er stirbt.

Streit um Hospitalisierungsrate

Kliniken zeigen bei Datenlücken auf Lauterbach (ntv)

Seit Wochen steigen die Covid-19 Inzidenzen rasant an, heute auf 840,3 und laut Lauterbach wird der Höhepunkt Mitte Februar erwartet.

Gleichzeitig wird erklärt, dass Omikron zwar hochansteckend, aber längst nicht so gefährlich wie Delta sei. Die Belegung der Intensivbetten und die Todesraten sinken.

Nun muss eine neue Begründung her. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, erfolgt seitens der Politik ein mahnendes Ja, Aber !

Täglich wird nun darauf verwiesen, dass die Hospitalisierungsrate auf den Normalstationen steige. Hier scheint es wird die Öffentlichkeit, gelinde gesagt, erneut hinters Licht geführt. Weder das RKI noch Lauterbach wissen, ob Normalstationen  mit Covid-Patienten zusätzlich belastet werden  oder ob Patienten, die, was wegen der hohen Inzidenzen wahrscheinlich ist, wegen anderer Erkrankungen sowieso eingewiesen werden müssen, zufällig auch mit Corona infiziert sind. Ein Statistikschwindel im Dienste der Panikmache, verbreitet von Medien, die sich nicht als kritische Distanz, sondern als Verkünder der Regierungslinie verstehen.

Während die Deutsche Krankenhausgesellschaft bereits im Herbst dem RKI zugesagt haben will, täglich aktuelle Zahlen zu liefern, habe das Bundesgesundheitsministerium und das  RKI signalisiert, dass die Datenlage ausreichend sei.

(Nach dem niedersächsischen Systems soll sichergestellt sein, dass die Krankenhäuser bei den IVENA-Meldungen landesseitig angehalten sind, nur die Fälle zu melden, bei denen die COVID-19-Erkrankung auch der ursächliche Grund für die Krankenhausaufnahme war).

Charité-Chef mahnt Echtzeit-Daten zu Corona an

Professor Heyo K. Kroemer, der Chef der Charité in Berlin, hat Teilnehmern zufolge in der Ministerpräsidentenkonferenz die Politik aufgefordert, dringend bessere Daten zu den Corona-Infizierten und den Krankheitsverläufen zur Verfügung zu stellen, um das Pandemiegeschehen einschätzen und präventiv tätig werden zu können.

Man brauche dringend ein "tagesaktuelles Monitoring" der Hospitalisierungsraten in allen Altersgruppen, sagte Kroemer. Die Wissenschaft müsse derzeit auf Daten aus dem Ausland zugreifen, es brauche eigene anonymisierte Echtzeit-Daten über Krankenhausbelegungen und den Verlauf der Omikron-Welle.

Immer mehr Corona-Patienten sind gar nicht wegen Covid im Krankenhaus (Focus)

Immer neue Corona Bekämpfungsziele zur Begründung von Grundrechtseinschränkungen

1. Welle: Abflachen der Infektionskurve, Lockdown ab Inzidenz vo 50

2. Welle: Schutz der vulnerablen Gruppen und der Alten in den Pflegeheimen
3. Welle: Nach Abbau von Intensivbetten, Schutz der Intensivstationen vor      Überlastungen
4. Welle: Verhindern des Zusammenbruchs der kritischen Infrastruktur
5. Welle: ...???

RKI-Chef Wieler stimmt uns schon mal auf der Corona-Pressekonferenz am 14.01. ein und weist eindringlich auf die Gefährlichkeit der Situation hin, weil in Deutschland immerhin schon 800.000 Menschen akut infiziert seien, um dann mit Bittermiene zu erläutern, dass damit bereits einer von 100 Bewohnern betroffen sei.

Zu erwähnen, dass das immer noch eine absolute Minderheit ist, weil 99 von 100 (noch?) nicht betroffen sind, passt natürlich nicht zu dem Panikmodus, in dem die Gesellschaft möglichst bleiben muss.

Der Epidemiologe Alexander Kekulè weist bei Focus-Online darauf hin, dass klar sein müsste, dass die bisherigen Maßnahmen bei Omikron nicht mehr funktionieren können und dass der Expertenrat und das RKI einigermaßen daneben lagen, als sie deutlich schwerere Krankheitsverläufe prognostizierten und umgehend "maximale Kontaktbeschränkungen" forderten.

Trotzdem warnt Karl Lauterbach in der "Bild am Sonntag" vor der Ruhe vor dem Sturm: "Uns drohen in Deutschland schwere Wochen. Wir dürfen uns mit Blick auf die aktuell sinkenden Krankenhauszahlen insbesondere auf den Intensivstationen nicht in Sicherheit wiegen." Na, denn...

Beeinflusst Inzidenz eh nicht: Im Omikron-Tsunami müssen wir die Quarantäne abschaffen (Focus)

Muss ich das verstehen?

Politiker in Bund und Ländern sind zwar nicht die Erzeuger von Verschwörungstheorien, aber sie schüren und stiften Verwirrungen. Auch lernen wir wie „biegsam“ Wissenschaft sein kann.

Sie erinnern sich?

  • Erst waren Masken nicht erforderlich, dann wurden sie zur Pflicht
  • Ein Lockdown wäre überflüssig, dann wurde er angeordnet.
  • Eine Herdenimmunität sei bei 80 % Geimpfter erreichbar, nun sei das nicht mehr möglich
  • Eine Impfpflicht sei abwegig, nun wird über sie diskutiert.
  • Einen Lockdown für Geimpfte würde es nicht geben, auch der ist nicht mehr ausgeschlossen

Und nun?

  • Bis vor ein paar Tagen galt die Impfung als der Ausweg aus der Pandemie. Nun erlernt das erstaunte Publikum, dass zehn Millionen Ungeimpfte für höhere Infektionsraten sorgen als 83 Millionen Ungeimpfte im letzten Jahr.
  • Bei der Debatte um die Booster-Impfungen schwiegen die Verantwortlichen zunächst als in anderen Ländern schon kräftig „geboostert“ wurde. Dann hieß es, das sei nur bei Älteren und Vorerkrankten sinnvoll.
  • Und jetzt befinden sich die Politiker in einer Zwickmühle. Einerseits müssen sie Ungeimpfte von der Wichtigkeit und Wirksamkeit einer Impfung überzeugen und andererseits Geimpfte davon, dass die Impfung nicht lange wirksam ist und ein „Boostern“ für alle dringend erforderlich sei. Und zwar möglichst schnell.
  • Impfzentren wurden geschlossen, jetzt sind Hausärzte überlastet
  • Testen, testen, testen hieß es gestern. Nun sagt Drosten laut „BILD“, dass es so aussehe, als sei die Testung in den ersten Tagen nach der Infektion bei Geimpften durch Schnelltests nicht nachweisbar.
  • Der Impfstoff der Saison war von BionTech. Jetzt will Spahn ihn durch Moderna ersetzen.

„In Deutschland scheint das bevorzugte Mittel der Pandemiebekämpfung die abrupte Kehrtwende zu sein. Was im Brustton der Überzeugung erklärt wird, ist nach kurzer Zeit wieder falsch“ meint Eric Gujer, NZZ, dazu.

Andere nennen das ein politisch- organisatorisches Chaos wie in einer "Bananenrepublik".

Neue Berechnung: In Deutschland werden Dreiviertel der Corona-Infektionen von Ungeimpften ausgelöst (NZZ)

Die Ungeimpften treiben derzeit die Pandemie an. Das hat Auswirkungen auf die Maßnahmen zur Viruseindämmung.
Stephanie Lahrtz 01.12.2021

Nachrichten und Studiendaten über zunehmende Impfdurchbrüche und abnehmende Impfeffektivität lassen die Frage aufkommen, ob denn Impfen überhaupt noch einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Pandemie hat. Unbestritten ist, dass die Impfung die allermeisten Personen über mehrere Monate hinweg vor einem schweren Covid-19-Verlauf schützt. Eine neue Studie von Berliner und Erfurter Forschern zeigt nun, in welchem Ausmaß Ungeimpfte und Durchbruchinfektionen zu den steil ansteigenden Neuinfektionen beitragen, die Deutschland seit einigen Wochen vermeldet. 

Forscher um Dirk Brockmann von der Humboldt-Universität in Berlin haben Berechnungen für den Zeitraum 11. Oktober bis 4. November durchgeführt. Die Daten liegen nun als noch nicht begutachtete Publikation vor. Die Autoren kommen dort zu einer eindeutigen Antwort: 67 bis 76 Prozent aller Neuinfektionen werden durch Ungeimpfte verursacht.

Zusammengefasst:

  • Entgegen allen anderslautenden Behauptungen von Impfskeptikern und Corona-Leugnern wird also derzeit die Pandemie in Deutschland vor allem durch Ungeimpfte angetrieben.
  • In ihren Berechnungen gehen die Forscher davon aus, dass die Impfungen je nach Altersgruppe zu 92 bis 72 Prozent schützen.
  • Das bedeutet für sie, dass bei hoher Impfeffektivität 51 Prozent der Ansteckungen zwischen Ungeimpften stattfinden.
  • Darüber hinaus überträgt in rund einem weiteren Viertel aller Infektionen ein Ungeimpfter das Virus auf einen Geimpften.
  • Aber nur in 15 Prozent der Fälle ist es andersherum und in nur 9 Prozent der Fälle steckt ein Geimpfter einen Geimpften an.

Fazit der Forscher:

  • In 91 (84) von 100 Infektionen ist ein Ungeimpfter beteiligt. In bis zu Dreiviertel aller Infektionen gehen diese von Ungeimpften aus
  • Eine Minderheit der Gesellschaft, nämlich das gute Drittel der Ungeimpften, hat nicht nur einen großen Anteil an den hohen Infektionszahlen, sie überlastet auch die Intensivstationen.
  • Um diese wieder zu entlasten, müsse die Virusübertragung zwischen Ungeimpften um bis zu 25 Prozent reduziert werden.
  • In den Krankenhäusern landen vor allem die Ungeimpften. Nur zwei von 100.000 Geimpften (zwischen 18 und 59) müssen in die Klinik eingeliefert werden. Aber von denen, die sich infizieren, sind acht bis neun von zehn Fällen tatsächlich ungeimpft.

Falls der Artikel hinter einer Bezahlschranke liegt, können Sie ihn hier nachlesen.

 

Kaum Ansteckungen unter Geimpften - Simulation von RKI-Physiker: An 9 von 10 Infektionen ist ein Ungeimpfter beteiligt (Focus-Online)

Corona Pandemie

Impfdurchbrüche? Schützt die Geimpften und Genesenen vor den Ungeimpften!

Nachfolgender Vorfall in einem Altenheim in der Schorfheide zeigt das tatsächliche Infektionsproblem. Ja, auch Geimpfte können sich und andere infizieren. Deshalb vergeht auch keine Magazinsendung im Fernsehen, in der das nicht Thema ist und die Moderatoren nicht penetrant darauf  hinweisen. Warum wohl? Vielleicht weil unter Journalisten sehr viele ungeimpft sind?

Jetzt ist die Katastrophe da. Auch weil in den Medien und in Teilen der Politik Ungeimpfte gehätschelt und penetrant auf deren drohende Einschränkung ihrer vermeintlichen Freiheit hingewiesen wurde. Keiner traute sich, frühzeitig Nägel mit Köpfen zu machen und Geimpfte und Genesene vor den Ungeimpften zu schützen, damit die Verbreitung des Virus unter Geimpften minimiert werden konnte.

Keiner weiß oder will wissen wo oder wie sich Geimpfte anstecken.

In verschiedenen Studien wurde untersucht wie ansteckend Geimpfte sind. Exakt bestimmen lässt sich das nicht. Fest steht aber, dass sie das Coronavirus deutlich seltener weitergeben. Hinzu kommt, dass sie sich selbst seltener infizieren und damit grundsätzlich seltener zum Überträger werden. Das gilt vor allem, wenn sie auf Veranstaltungen unter sich bleiben. Es dürfte also unwahrscheinlich sein, dass sich Geimpfte und Genesene untereinander anstecken. Erst wenn diese mit ungeimpft Infizierten zusammentreffen ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dann das Virus in den Reihen der Geimpften weiterverbreitet werden kann.

Also ist es richtig, das Risiko zu minimieren! Deshalb 2G! Die Ungeimpften von den Geimpften und Genesenen im öffentlichen Raum trennen!

 

Leiter kam infiziert zur Arbeit, Hälfte der Mitarbeiter ungeimpft: Jetzt 11 Tote nach Altenheim-Ausbruch (Focus-Online)

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Schorfheide am Werbellinsee hat sich die Zahl der Toten auf elf erhöht. (Inzwischen soll sich die Zahl der Toten auf 14 erhöht haben).

Das teilte der Landkreis Barnim am Montag mit. Zunächst hatte die "B.Z." berichtet. Zudem seien 44 Bewohner und 15 Mitarbeitende der Einrichtung im Ortsteil Altenhof an Covid-19 erkrankt, berichtete Landkreissprecher Robert Bachmann der dpa.

Die betroffenen Heimbewohner seien alle über 80 Jahre alt gewesen und hätten Vorerkrankungen gehabt. Seinen Angaben zufolge liege laut Amtsärztin Heike Zander die Impfquote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einrichtung bei lediglich etwa 50 Prozent. Gegen den Leiter der Senioren-Einrichtung sei ein Bußgeldverfahren verhängt worden, weil er nach einem positiven Testergebnis das Heim nochmals betreten hatte. Die Ursache für den Ausbruch sei aber noch unklar.

Gesundheitssystem überfordert?

Ja es scheint so, dass unser Gesundheitssystem überfordert ist und dringend reformiert werden muss. Wie labil es ist, zeigt die Tatsache des Personal- und Bettenmangels auf den Intensivstationen mit der Folge, dass die Lage heute bedrohlicher als vor Beginn der Impfkampagne ist.
In den letzten Tagen häuften sich die Warnungen vor überfüllten Krankenhäusern und überlasteten Intensivstationen. Dabei befinden sich deutlich weniger Corona-Patienten auf den Intensivstationen als im Frühjahr, als die Kranken-häuser über ähnliche Engpässe berichtet hatten. Sind die Klagen also unberechtigt?

Erstaunlicherweise hat die Anzahl betreibbarer Betten im Laufe des Jahres abgenommen. Heute gibt es knapp 3800 betriebsbereite Betten weniger als vor einem Jahr. Selbst auf dem Höhepunkt der dritten Welle Ende April gab es mit 23 900 Betten knapp 1600 mehr als im jetzigen Corona-Herbst.

Das zeigt, dass das Gesundheitssystem solche Prozesse nicht steuern kann. Das System muss den Belangen der Gesellschaft angepasst werden, nicht die Gesellschaft einem überforderten Gesundheitssystem.

Lesen Sie dazu auch

Warum die Kliniken schlechter dastehen als vor einem Jahr – obwohl es weniger Corona-Patienten gibt (NZZ)

Fehlende Intensivbetten - Das stinkt zum Himmel (CICERO)

Wie schon im Herbst 2020 mehren sich derzeit die Meldungen, nach denen die Intensivstationen allmählich an ihre Grenzen stoßen. Damals hat der Gesundheitsökonom Matthias Schrappe errechnet, dass die Datengrundlage für diese Behauptung fehlerhaft ist – ein Vorwurf, der später auch vom Bundesrechnungshof erhoben wurde. Wie also ist die aktuelle Lage tatsächlich einzuschätzen? Cicero traf Schrappe zum Interview.

Behandlung und Folgeschäden

Die wahren Kosten der Ungeimpften (WELT+)

Deutsche Krankenhausgesellschaft:

  • Deutsche Krankenhäuser erleben gerade eine Corona-Pandemie der Ungeimpften.
  • Auf den Intensivstationen liegt der Anteil der Ungeimpften bei 90 Prozent
  • Seit Juli entstanden für die Behandlung von Ungeimpften Kosten von 120 Mio. Euro.
  • Pro stationärer Behandlung entstehen durchschnittlich 10.200 Euro Behandlungskosten
  • Laut AOK verursacht eine längere intensivmedizinische Behandlung durchschnittlich Kosten bis zu 77.700 Euro
  • Infizierte Geimpfte, sogenannte Impfdurchbrüche, sind in Krankenhäusern die absolute Ausnahme

Gabriel Fabelmayr Präsident IWF Kiel:

  • Neben den Kosten im Gesundheitssystem verursacht die Pandemie wesntlich höhere volkswirtschaftliche Kosten.
  • Unsicherheit bremst Konsum und Investitionen. Wenn staatliche Einschränkungen bestehen bleiben, sind die volkswirtschftlichen Kosten extrem hoch
  • Da eine ungewisse Quote von Ungeimpften bleiben wird, ist es dringend erforderlich, die tatsächliche Übertragungssituation besser als bisher zu identifizieren.
  • Der Staat sollte dann gezielter intervenieren, allgemeine Auflagen zurückfahren und damit volkswirtschaftlichen Schaden minimieren.

Geschäftsführer der bayrischen RoMed-Kliniken:

  • Die psychische Belastung der Ärzte und Pflegekräfte ist extrem hoch. Sie hadern damit, dass schwere Erkrankungen durch Impfungen vermieden werden könnten

Frust beim Krankenhauspersonal - Klinik-Wut auf Impfverweigerer wächst: "Ich hätte ihm am liebsten eine reingehauen" (Focus-Online)

Vorschlag zum „Freedom Day“ findet keine Zustimmung

Einhellige Meinung: erst höhere Impfquote, dann weniger Einschränkungen

Ist es Ihnen auch schon mal aufgefallen? Insbesondere Moderatoren und Moderatorinnen im TV hinterfragen aggressiv kritisch Privilegien für Geimpfte, verbeißen sich regelrecht in die vermeintliche Ungerechtigkeit gegenüber Impfverweigerern und favorisieren penetrant mehr Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen, obwohl das Thema so gut wie ausdiskutiert ist. Und jetzt ist das Geschrei groß, dass diese auch noch die Kosten für ihr Verhalten tragen sollen. Liegt das vielleicht daran, dass die Skepsis unter Medienschaffenden besonders groß ist?

 

Vor einiger Zeit war zu lesen, dass der WDR seinen 6.000 Mitarbeitern Impfungen im Betrieb und während der Arbeitszeit angeboten hat. Das Angebot wurde von 600 Mitarbeitern angenommen….

Kann es sein, dass die Impfaufforderungen in falscher Sprache abgefasst sind. Der Chefarzt einer Darmstädter Klinik streifte ein Tabu-Thema und berichtete, dass 90 Prozent der Patienten auf seiner Intensivstation ungeimpfte Migranten sind. Und eine Studie der Uni-Erfurt zeigt, dass Ungeimpfte eher ausländische Wurzeln und einen niedrigen Bildungsstand haben. Auch wenn es tabu ist: Wer die Impfbereitschaft erhöhen will, kommt nicht umhin, nach dem Migrationshintergrund zu fragen. Aber Politik und Medien haben sich das abgewöhnt. Über Probleme am anderen Ende der Gesellschaft sind bei uns nicht die Betroffenen schuld, sondern die Verhältnisse oder das System.

 

Die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona Krisenstabes Schröder fordert, dass bei den Erwachsenen erst eine Impfquote von 80-85 Prozent erreicht werden muss, bevor Corona-Beschränkungen wegfallen können, weil bis dahin die Ungeimpften ein enormes Risiko haben würden. Und diese müssten besonders geschützt werden.

Wie bitte? Sie müssen besonders geschützt werden? Durch wen? Durch mich, der ich zweimal geimpft bin? Nicht durch sich selber? Zum Beispiel indem sie sich impfen lassen? Oder Tag und Nacht Maske tragen? Und was passiert, wenn diese Quote nicht erreicht wird, was abzusehen ist? Bleibt dann alles so bis zum St.-Nimmerleinstag?

 

Die Ungeimpften haben das Recht, sich nicht impfen zu lassen und Risiken einzugehen. Dafür müssen sie aber selbst die Verantwortung tragen und nicht die Geimpften, denn im Juni wurde von Helge Braun, Kanzleramtsminister, versprochen, dass alle Corona-Maßnahmen entfallen werden, wenn allen Erwachsenen ein Impfangebot gemacht worden sei. Das ist geschehen. Also weg mit Corona-Einschränkungen für Geimpfte und her mit der 2 G-Regelung im öffentlichen Bereich.

Kritiker werden jetzt sagen, dass auch Geimpfte infektiös sein können. Ja, das mag stimmen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich Geimpfte und Genesene untereinander anstecken geht gegen Null, es sei denn, das Virus wird  durch Ungeimpfte in diese Gruppe getragen. Deshalb ist es höchste Zeit, dass Ungeimpfte sowie Geimpfte und Genesene voneinander getrennt werden.

Wir brauche 2-G !

Erstes Bundesland mit 2G-Regel - In Hamburg fallen heute die Corona-Masken - für Ungeimpfte wird es jetzt unangenehm

"Epidemie der Ungeimpften" - Statistiker nennt drei Gründe, warum es die "vierte Welle" gar nicht gibt

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Wo sind wir überhaupt noch führend? Außer bei Steuern, Strompreis und Umverteilungen

Corona-Forschung in Deutschland - Ein beschämender Beitrag

EIN FUNDSTÜCK DER CICERO-REDAKTION am 20. September 2021

Während deutsche Virologen und Epidemiologen zwar eine extreme Talkshow-Kompetenz aufweisen, scheinen sie in ihren eigentlichen Disziplinen wenig vorweisen zu können.
An nur 65 von 3.000 Corona-Studien ist Deutschland beteiligt. Und allein 14 dieser 65 Studien wurden abgeschlossen. Ein vernichtendes Urteil für den Medizin- und Forschungsstandort Deutschland. Noch schlimmer wiegt: Zu den kontrovers diskutierten Corona-Maßnahmen gibt es keine einzige deutsche Studie.

Alle 65 Studien bezogen sich ausschließlich auf Impfstoffe oder medikamentöse Therapien. Keine der Studien, von denen elf bis dato nicht einmal gestartet sind, hat nicht-pharmazeutische Maßnahmen wie etwa Lockdowns, soziale Distanzierung oder sonstige Verhaltensmaßnahmen zum Untersuchungsobjekt gewählt. Die Dinge also, die den größten Platz in der öffentlichen Debatte einnahmen, sind somit am wenigsten erforscht worden. Auch wurden bis dato keine der Studien an den tatsächlichen oder vermeintlichen Hotspots der Pandemie durchgeführt: in Pflegeheimen, Kindergärten, Kindertagestätten oder Schulen.

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Schwerpunkt "Digitaler Impfpass"

Wieder verschlafen: Beim Impfpass wiederholen Merkel und Spahn ihre Corona-Fehler

Die Bundesregierung wartet ab, während in der Corona-Pandemie wieder das Chaos ausbricht. Über ein Jahr hatte die Politik Zeit sich über den Umgang mit Geimpften Gedanken zu machen. Anstelle einer Lösung wiederholt sich, was wir aus den vergangenen Monaten kennen: Regierungsversagen. Ein Kommentar

Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich sage: Mir reicht’s! Was in dem vergangenen Jahr passiert ist, lässt mich nicht nur an der Konstruktivität unserer Bundesregierung zweifeln, sondern auch an ihrer Lernfähigkeit. Seit März letzten Jahres leben wir mit dieser Pandemie. Und viele von uns haben seitdem sehnlichst auf einen Impfstoff gehofft, der uns zurück in die Normalität bringt –auch die Politiker. Seit Wochen werden Millionen Deutsche geimpft. Ein Meilenstein, wenn er nicht wieder offenbaren würde, was zur Norm geworden ist: Es wird reagiert, wenn regiert werden müsste. Dabei sollten wir mittlerweile an dem Punkt sein, an dem solche Dinge besser funktionieren.

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Gunnar Schupelius – Mein Ärger

Wann setzt die Polizei ihre Wasserwerfer ein und wann nicht? (Berliner Zeitung)

Der 1. Mai war sehr gewalttätig, dennoch wurde kein Wasserwerfer aufgefahren.

Am 18. November 2020 hingegen wurden fünf Wasser-werfer gegen ein Corona-Demonstration eingesetzt. Die Begründung der Polizei für dieses sehr unterschiedliche Vorgehen klingt nicht logisch findet Gunnar Schupelius

Am 1. Mai, als der Aufmarsch als der Aufmarsch der linken Szene schnell und geplant in Gewalt umschlug, schickte die Polizei von vornherein keinen Wasserwerfer an den Tatort. Ganz anders am am 18. November 2020. Da versammelten sich rund 7000 Demonstranten am Brandenburger Tor, u7m gegen den Lockdown zu protestieren.

Die Polizei forderte sie auf, den Platz zu verlassen, weil sie die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten hätten. Als die Demonstranten sich weigerten, fuhren alle fünf Wasserwerfer auf und besprühten die Menge.​

Die Teilnehmer der sogenannten „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ hielten sich ebenfalls nicht an die Abstandsregeln. Deshalb stoppte die Polizei den Umzug am vergangenen Sonnabend in Neukölln.​ Die Beamten wurden daraufhin sofort angegriffen. Es kam zu einer Orgie der Gewalt, die Polizei geriet zeitweise in die Defensive, 93 Kollegen wurden verletzt.

Dennoch kam kein einziger Wasserwerfer zum Einsatz. Warum nicht?​ Die Polizeiführung antwortet auf meine Anfrage so: „Bei der Wahl der Einsatzmittel, wie dem Wasserwerfer, wird im Vorfeld durch den Einsatzleiter oder die Einsatzleiterin geprüft, ob der Einsatz verhältnismäßig und geeignet ist, das polizeiliche Ziel – in diesem Fall die Deeskalation der Situation – zu erreichen.“

Am 1. Mai in Neukölln führte die Prüfung zu dem Ergebnis "keine Wasserwerfer einzusetzen". Wie ist diese Antwort zu verstehen? Die Polizei erwartetrte am 1. Mai viel Gewalt, die sie einzudämmen musste. Das wollte der Einsatzleiter durch Deeskalation erreichen und deshalb auf Wasserwerfer verzichten.

Ganz anders beurteilte die Polizei die Lage am 18. November 2020 am Brandenburger Tor, als fünf Wasserwerfer auffuhren: "In diesem Fall war der Einsatz ein geiegnetes und in der Anwendung verhältnismäßiges Mittel, um das polizeiliche Ziel zu erreichen."

Das klingt alles nicht logisch: Die Demonstration am 18. November war noch weitgehend friedlich, als die Wasserwerfer eingesetzt wurden. Die 1. Mai-Demo in Neukölln war von Anfang an gewalttätig und dennoch wurde kei Wasserwerfer angefordert.

Wie passt das zusammen? Eine Erklärung wäre der politische Druck, unter dem die Polizei steht. Vor 17 Jahren, am 1. Mai 2003, wurde zum letzten Mal ein Wasserwerfer an einem 1. Mai eingesetzt. Danach war das politisch nicht mehr gewollt. Die Polizei solltefortan bitte möglichst unsichtbar bleiben. So verlangten es die Politiker der Linken und Grünen.

Dieselben Politiker lobten dann aber plötzlich den Einsatz der Wasserwerfer am 18. November. Die Regierung ist es, die die Demonstrationen mit zweierlei Maß misst. Die Polizei ordnet sich dem unter.

Sehr sehenswert !

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen wirklich? Die fragwürdigen Zahlen des Intensivregisters

Die "Bundesnotbremse" greift so tief wie kein anderes Gesetz in die Grundrechte der Bevölkerung ein. Ausgangssperren und Ladenschließungen seien nötig, so die Kanzlerin, weil die Lage auf den Intensivstationen immer schlimmer werde. Es drohe die Überlastung des Gesundheitssystems. Doch wie steht es tatsächlich um die Auslastung in den Krankenhäusern? Hier wurden die Zahlen des DIVI-Intensivregisters genauer unter die Lupe genommen - und Erstaunliches festgestellt...

Dr. Alexander Christ: "Offensichtlich ist es für die Krankenhäuser wichtig, ganz bestimmte Bettenmeldehöhen zu erreichen. Offensichtlich ist es für die Krankenhäuser wichtig, die Kurve an die Covid-Intensiv-Patienten anzupassen oder an die Patienten, die auch intnesiv liegen und entsprechend passt sich die Kurve der freien Betten an. Es hat offensichtlich überhaupt nichts mit der tatsächlich freien Bettenzahl zu tun. Und wenn die Zahlen derart gegriffen sind, dann kann man als Gericht nach meinem Dafürhalten nicht sagen, es genügt ein einfacher Blick auf`s DIVI-Register, um damit jedes Urteil zu begründen. Das geht nicht".

Fragwürdige Zahlen: Nirgendwo gibt es so viele Intensivpatienten wie hierzulande

Wissenschaftler fragen: „Erkranken Bundesbürger schwerer als die übrigen Menschen in Europa? Oder könnte es sein, dass manche Krankenhäuser sich in Erlösmaximierung versuchen? Oder ist es für manche Krankenhäuser einfacher, Corona-Patienten sofort auf die Intensivstation zu bringen, obwohl sie noch nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen? Die Zahlen sind auffällig, und sie werfen Fragen auf.“ Und: „Es gibt Zweifel an einem zielgerichteten, adäquaten Einsatz unserer Ressourcen. Es gibt sogar einzelne Tage, an denen offiziell mehr Patienten auf Intensivstationen lagen, als überhaupt hospitalisiert waren. Mit dem Satz ‘Wir laufen voll‘ lässt sich das nicht in Einklang bringen.“

Dazu:

>>>Als der Informatiker seine Daten vorstellte, bekam er eine erstaunliche Antwort (WELT)

>>>Auslastung der Intensivstationen: Immer schön bei der Wahrheit bleiben! (WELT)

>>>„Es geschehen bei den Intensivstationen seltsame, unverständliche Dinge“ (WELT)

Sahra Wagenknecht

Merkels "Bundesnotbremse"? Ein gefährlicher Irrweg

"Nun hat der Bundestag also das sogenannte Notbremsegesetz beschlossen. Aus meiner Sicht ist es ein gefährliches und hochproblematisches Gesetz: Ab einem doch sehr willkürlichen Inzidenzwert von 100 kann die Bundesregierung künftig durchregieren und elementare Grundsetze außer Kraft setzen - und dies, ohne dass es eine ausreichende Begründung für die im Gesetz enthaltenen Maßnahmen gibt".

Sahra Wagenknecht. Nicht einschüchtern lassen

Was können wir tun, wenn berechtigte Kritik an der Corona-Politik als idiotisch, verschwörungs-theoretisch oder sogar rechtsextrem abgestempelt wird?

Wasser predigen und Wein saufen

Der Bundestag hat eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Bei der Abstimmung drängten sich die Abgeordneten allerdings dicht an dicht. Einige trugen ihre Maske nicht, oder verwendeten diese falsch. Es wirkt als hätten sie ihre eigenen Regeln vergessen.
Weitgreifende Eingriffe in die Grundrechte der Bürger beschließen, aber im Bundestag auf Coronaregeln pfeifen.

https://focus.de/13216404

 

Solidarität? Die individuell hohe Schutzwirkung der Impfungen ist unbestritten

Wolfgang Walter ist Arzt auf einer Covid-Intensivstation in Bayern. Er schreibt in Cicero u.a.:

„Real-World-Studien zeigen: Vollständig Geimpfte unterbrechen mit weitaus überwiegender Mehrheit die Infekt-Ketten. Stattdessen isolieren wir mutlos die ohnehin Isolierten weiter.

Die wissenschaftlich begründete Erkenntnis, dass Geimpfte als Bevölkerungsgruppe die Pandemie nicht befeuern, sondern eindämmen, wird immer noch möglichst ignoriert. Stattdessen wird beharrlich, aber zunehmend sinnfrei „Solidarität“ mit den noch Ungeimpften eingefordert. In Bezug auf das solidarische Ziel, die Pandemie einzudämmen, haben Geimpfte ihren Beitrag wahrlich geleistet. Schon gar nicht gerechtfertigt ist es daher, die Präsentation eines schlüssigen und konkreten Konzeptes für die steigende Zahl von Geimpften und Immunen immer weiter zu verzögern.

Geimpfte unter sich könnten sich zu mehr als zu fünft treffen. Sogar in Innenräumen. Im Freien durchaus im Dutzend. Mehr als zehn Geimpfte für einen Grillabend im Garten zusammen zu bekommen, wird derzeit ohnehin schwierig und nein, es geht hier wirklich nicht um die dringende Party für das Personal der Intensivstation. Warum sollte sich unter Immunisierten nicht eine ungeimpfte Person aufhalten können, wenn diese damit ein voraussichtlich geringes Risiko für einen schweren Covid-Verlauf hat?

Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages

Verfassungsrechtliche Bewertung der neuen Infektionsschutzgesetzgebung

Ergebnis

Die Bewertung des Gesetzentwurfs hat ergeben:

  • Der Gesetzgeber hat in der vorliegenden Krisensituation die Pflicht, zum Schutz der Bevöl-kerung tätig zu werden. Dabei hat er einen großzügig zu bemessenden Gestaltungsspielraum.
  • Die Geltung von insgesamt 10 eingriffsintensiven Maßnahmen ist davon abhängig, ob die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigt. Vergleich-bare landesrechtliche Regelungen hat die Rechtsprechung bereits öfter kritisiert. Problema-tisiert wird die Verhältnismäßigkeit und die Frage, ob andere für das Infektionsgeschehen relevante Umstände einzubeziehen seien. Diese Kritikpunkte haben Gewicht.
  • Die Ausgangsbeschränkung in der Nacht ist kritisch zu bewerten. Ob sie einer abschließen-den verfassungsgerichtlichen Prüfung standhielte, dürfte zweifelhaft sein.
  • Notwendige Ausnahmen für Geimpfte fehlen und müssten ergänzt werden

5.Geimpfte

Soweit öffentliche Äußerungen zu diesem Thema vorliegen, vertreten Verfassungsrechtler ganzüberwiegend (falls nicht sogar einhellig) die Auffassung, dass Grundrechtseingriffe für Geimpfte grundsätzlich nicht mehr zu rechtfertigen sind. Insbesondere sind Gedanken der allgemeinen Solidarität oder die Gefahr einer „Unruhe“ unter den Nicht-Geimpften keine Verfassungsgüter, die sich mit Grundrechten der Geimpften abwägen lassen oder diese überwiegen. Der Gesetzgeber müsste daher grundsätzlich Ausnahmen vorsehen. Lediglich in Einzelfällen, bei übermäßigem organisatorischem Aufwand für eine „Sonderbehandlung“ für Geimpfte, z. B. im täglichen Personennahverkehr, ließe sich daran denken, von Ausnahmen für Geimpfte abzusehen.

Heute in Europa

Aufmerksam geworden durch einen Bericht in "Heute in Europa" am 15.04 über Ausgangssperren in der Türkei während des Ramadans, stellt sich die Frage: Gibt´s da einen Zusammenhang?

Einmal im Jahr sollen gläubige Moslems zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang einen Monat lang auf Essen und Trinken verzichten. (t-online)

Während des Ramadans dürfen Moslems 30 Tage lang zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang weder essen noch trinken. In diesem Jahr vom 13 April bis zum 12. Mai.

Sonnenaufgang ist in dieser Zeit etwa um 06:00 Uhr und Sonnenuntergang etwa 20:30 Uhr. Während des Ramadans wird die Fastenzeit gemeinsamen mit der Familie verbracht und üblicherweise das Fasten in großer Runde mit Freunden und Familie gebrochen. Das wird in diesem Jahr aber nicht möglich sein und geht wohl nur im engsten Familienkreis.

Zur gleichen Zeit dringt die Bundesregierung auf eine Verschärfung des Lockdowns mit einer rigorosen Ausgangssperre zwischen 21:00 Uhr und 05:00 Uhr. Gibt es da einen Zusammenhang oder ist das Zufall? Ist das defacto gar keine Ausgangssperre sondern eine „Eingangssperre“, um in den Wohnungen von Familien und Freunden größere Runden zu verhindern?

"Bundes-Notbremse": Für Länder und Kreise eine beqeme Lösung (Focus-Online)

Die Länder werden garantiert mitmachen. Die Regelung ist nämlich für sie und die Kreise eine beqeme Lösung. Sie müssen zwar auf die Bremse treten, können aber jederzeit die Verantwortung auf den Bund abladen. Nach dem Motto: "Leute, wir verstehen euch ja, aber Berlin zwingt uns dazu". Die Länderchefs sind fein raus und Merkel ist kurz vor Schluss ihre Popularität völlig egal.

CDU-Abgeordnete unterstützen Kanzlerin und  fordern deren "Ermächtigung"

Am 30.05.1968 wurden von der damaligen Großen Koalition die sogenannten Notstandsgesetze verabschiedet.

Der Verabschiedung der Gesetze gingen massive Proteste voraus. Vor allem die Gewerkschaften, Studenten und das Kuratorium "Notstand der Demokratie" befürchteten, dass der Staat durch die Notstandsgesetze diktatorische Züge erhalte. Erinnerungen an die Vergangenheit wurden wach und lösten bei vielen Menschen großen Widerstand gegen die Notstandsgesetze aus.

Die politisch Denkenden sahen die Verfassung und Gesetze nicht mehr als Instrumente zum Schutz der Bürger, sondern als Machtmittel einer bürgerfernen und autoritären Staatsgewalt.

Es entstand die "Außerparlamentarische Opposition" (APO) und Proteste und Massenkundgebungen waren die Folge. Sprechchöre wie "SPD und CDU: Lasst das Grundgesetz in Ruh!" brannten sich in die Köpfe der Bevölkerung ein und Zehntausende zogen beim "Sternmarsch auf Bonn" am 11. Mai 1968 zum Bonner Hofgarten.

Warum die heftigen Proteste? Wie schon gesagt: Es waren die Sorgen vor der Vergangenheit.

1933 brannte nach vorsätzlicher Brandstiftung das Reichstagsgebäude aus.

Die Reichsregierung betrachtete das als Anschlag auf den Staat und der Reichskanzler forderte eine Ermächtigung „zur Behebung der Not von Volk und Reich“, um am Parlament vorbei mit „Notverordnungen“ (gesetzesvertretende Anordnung der Exekutivgewalt im Krisenfall -Wikipedia) den Bürgern Grundrechte zu entziehen oder diese vollends außer Kraft zu setzen. Die Folgen sind bekannt.

Massenproteste blieben aus. Eine breite Mehrheit der Deutschen unterstützte die Politik des damaligen Reichskanzlers.

2021 unterstützt ebenfalls die große Mehrheit der Bevölkerung die Pandemiepolitik der Bundeskanzlerin. In diesem Jahr erreichte die Corona-Krise ihren Höhepunkt.

Die Bunderegierung sieht in der Pandemie eine große Gefahr für die Volksgesundheit durch Überlastung des Gesundheitssystems, und eine Initiative von Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Forderung der Kanzlerin, den Bund zum Erlass von Rechtsverordnungen zur Durchsetzung von Corona-Maßnahmen zu ermächtigen, um Gesundheitsgefährdungen durch Corona abzuwehren und am Parlament vorbei der Bevölkerung Grundrechte zu entziehen oder außer Kraft setzen zu können.

Es scheint, als wolle Merkel mit dem Gesetz nicht Bürger vor Infektionen schützen, sondern ihre und die Macht eines ihr genehmen Nachfolgers vor den Bürgern.

Dabei kann sie  sich sicher sein, dass sich 1968 nicht wiederholen wird. Sowohl in Parlamenten als auch in den Medien und der Öffentlichkeit wird diese Gesetzesänderung nicht zu einem Aufstand führen.

Das freie Mandat der Parlamentarier ist eine Schimäre. Die Abgeordneten der Union, ihrer Grünen und der SPD verdienen diesen Begriff nicht. Sie offenbaren sich als Handlager einer Regierung, nicht Vertreter des Volkes. Und weil insbesondere die AfD den Angriff auf das Grundgesetz durch Merkel anprangert, stehen sie fest an deren Seite.

Die Mehrheit der Bürger liegt Merkel zu Füßen und die Medienvertreter in der journalistischen Hauptstadtblase sind begeistert. Ihre  Sehnsucht nach Einheitlichkeit wurde endlich erhört. Nunmehr fallen Corona-Maßnahmen wieder in ihrem Einflussbereich.

Ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Richterbundes ist entsetzt über die Pläne des Bundes und ruft dazu auf, dem Gesetz nicht zuzustimmen. (Berliner Zeitung)

Nach Ansicht des Richters Jens Gnisa, „dürfte es sich wohl um das am tiefsten in die Grundrechte einschneidende Bundesgesetz der letzten Jahrzehnte handeln“.

Das Gesetz mache eine „vorausschauende Lebensplanung weitgehend in vielen Bereichen unmöglich: keine Familienfeier auch nur im kleinsten Rahmen, keine Messe, keine einzige Veranstaltung kann geplant werden. Weil man immer quasi über Nacht mit einem automatisch eintretenden Lockdown rechnen muss“. Zudem trete der Lockdown „völlig unabhängig davon ein, ob überhaupt noch jemand stirbt, ob sich noch jemand auf den Intensivstationen befindet und wie viel schwere Verläufe es gibt“.

„Dieses Gesetz führt zu einem kaum noch steuerbaren Dauerzustand. Unsere Gesellschaft wird gewissermaßen auf Autopilot gestellt. Kein Bürgermeister, kein Landrat, kein Ministerpräsident, kein Landtag, nicht einmal ein Verwaltungsgericht kann mehr korrigierend eingreifen.“„Und ja, darüber rege ich mich nicht nur auf, ich bin entsetzt.“

Der Bundestag spiele nach der Verabschiedung des Gesetzes zudem „keine Rolle mehr. Es entscheiden nur noch Bundesregierung und Bundesrat. Also nur noch die Exekutive“. Das habe „mit meinem Demokratieverständnis nichts mehr zu tun“. Gnisa betont: „Und nochmals: Ich bin nicht gehen einen Lockdown, er mag notwendig sein. Aber bitte nicht mit solchen Instrumenten. Nur auf die Inzidenz abzustellen ist bei derartig drastischen Maßnahmen willkürlich, weil die reine Inzidenz davon abhängig ist, wieviel gestestet wird. Dies ist manipulierbar."

Insbesondere die Ausgangssperre gerät in die Kritik, deren Wirkung nicht nachgewiesen ist. Das OVG-Lüneburg kippte die Ausgangssperre, die jetzt auch bundesweit eingeführt werden soll. Im Gegensatz zum OVG Lüneburg hätten „viele Verwaltungsgerichte bei der Beurteilung behördlicher Maßnahmen, wie u.a. Ausgangssperren, im einstweiligen Rechtsschutzverfahren regelrecht versagt oder sind jedenfalls ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag nicht nachgekommen.“ meint Verfassungsrechtler Ulrich Vosgerau. Gnisa sieht die Schuld bei der Politik: „Ab einer Inzidenz von 100 nächtliche Ausgangssperren zu verhängen, obwohl von Gerichten deren Wirksamkeit angezweifelt wurde, ist eine Nichtachtung der Justiz.“

Die Regierenden geraten zunehmend in Erklärungsnot – und planen daher, den Rechtsweg zu verbauen. Der Bund steuert gegen: Denn indem die Corona-Maßnahmen auf Bundesebene gehievt werden, entfällt auch die Möglichkeit für Gerichte diese auf regionaler und Landesebene einzukassieren. Dann bleibt nur noch der deutlich schwierigere Weg vors Bundesverfassungsgericht.

Boris Pristorius: „Länder mitten in der Krise entmachten? Das wäre ein großer Fehler“ (WELT)

Herr Pristorius, was halten Sie von dem Plan, dem Bund über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes mehr Kompetenzen in der Corona-Politik zu übertragen?

Gut daran ist, dass die Einigung letztlich im Einvernehmen zwischen Bund und Ländern getroffen wurde. Das ist ein wichtiges politisches Signal. Ich stelle mir allerdings die Frage, was dadurch in der Bekämpfung der Pandemie besser laufen soll? Ich halte viel davon, dass wir in den Regionen die Verhältnismäßigkeit wahren, die Alternativen prüfen. Eine bloße Vereinheitlichung blendet die Kollateralschäden, die mit allen Corona-Regelungen immer einhergehen, vollständig aus. Das werden wir auch sehen, wenn die Gerichte das jeweils beurteilen müssen.

Bedingung jeglicher Änderung müsste es ohnehin sein, dass die Arbeitgeber verpflichtet werden, Testangebote für alle Arbeitnehmer zu machen, die nicht im Homeoffice sitzen. Zudem muss der Anteil derjenigen, die von zu Hause arbeiten, deutlich erhöht werden. Sonst macht das alles keinen Sinn.

Die Sehnsucht nach Einheitlichkeit oder der Glaube an bessere Entscheidungen bei Zentralisierung oder einer starken Frau oder einem starken Mann sind allein keine Kriterien. Schauen Sie sich doch mal die Entscheidungen der vergangenen Monate an!

Nehmen Sie das aktuell wichtigste Thema Impfen. Die Länder haben binnen drei Wochen zusammen mit den Kommunen bundesweit Impfzentren aus dem Boden gestampft, die waren alle in kürzester Zeit vollständig funktionsfähig. Der Impfstoff, für den der Bund zuständig ist, ist bis heute nicht in ausreichender Menge da. Unsere niedersächsischen Impfzentren waren zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd an der Kapazitätsgrenze und funktionieren reibungslos. In einigen Städten mussten wir aber das Impfzentrum über Ostern sogar schließen – weil kein Impfstoff vorhanden war.

Kretschmer sieht „erheblichen Gesprächsbedarf“ zum geplanten Infektionsschutzgesetz (WELT)

.. „Die Realität in Deutschland ist, ein großer Teil der Menschen trägt die aktuellen Einschränkungen nicht mehr mit und kann die politischen Hintergründe nicht nachvollziehen. In einer Demokratie ist es schlecht, diese Realität beiseite zu schieben oder die Menschen dafür zu beschimpfen“, sagte Kretschmer. „Es ist notwendig, einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Das ist aus meiner Sicht kein Inzidenzwert, sondern die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.“

Viele Länder forderten deshalb einen Bettenindikator als Grundlage für noch härtere Einschränkungen. „Das ist aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung für Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Kretschmer. „Außerdem muss das Gesetz zeitlich befristet werden, das heißt, es muss automatisch auslaufen.“

Kölner Klinik:

2 von 3 Corona-Intensivpatienten haben Migrationshintergrund (Focus-Online)

Die Politik versucht mit noch umfassenderen, härteren, schärferen Lockdowns die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen und behandelt dabei die Gesellschaft wie eine Herde, die es gilt mit den immer gleichen Mitteln zu regieren und gesund zu erhalten.

Dabei stellt sich keiner die Frage, was Einheitsmaßnahmen für 83 Millionen Menschen zwischen Aachen und Frankfurt/Oder, Flensburg und Rosenheim wirklich bringen können. Eine Gesellschaft ist nicht homogen. Sie hat eine Struktur, ihre Mitglieder unterscheiden sich mehr, als Schafe sich unterscheiden. Sie gehen unterschiedlichen Tätigkeiten nach – teilen sich die Arbeit – und bilden Untergruppen und Teilgesellschaften mit eigenen Lebensweisen und eigensinnigen Überzeugungen.

 

Die Politik huldig der „Wissenschaft“. Deshalb werden die Verantwortlichen wissen, dass lediglich 20 Prozent als „Superspreader“ 80 Prozent andere anstecken. Deshalb stellt sich auch die Frage was ein Lockdown bringen soll, wenn sich die „Superspreader“ sowieso nicht daran halten.  

Aber angeblich gibt es darüber keine verlässlichen Daten. Richtiger wird allerdings sein, dass die angeblich nicht erhobenen Daten kaschieren sollen, was man glaubt, nicht wissen zu müssen, was man nicht wissen darf oder nicht wissen will.

Solange der Lockdown regiert, kann die Politik weiter auf die Abwägung von Prioritäten und die Übernahme von Verantwortung für die Zielgenauigkeit spezifischer, gerade auch präventiver Maßnahmen verzichten. Alles, was sie tun muss, ist Gehorsam zu verlangen, im Namen von Lebensrettung als konkurrenz- und alternativlosem Ziel: soziale Disziplinierung durch moralischen Druck.

Nun wurde Focus-Online ein Dokument mit einem alarmierenden Corona-Befund aus einem Kölner Großkrankenhaus zugespielt.

Die Auswertung bestätigt erstmals: Die Infektionswelle trifft besonders Menschen mit Migrationshintergrund. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch auch Zusammenkünfte von Clan-Familien könnte eine Rolle spielen. Die Auswertung unter dem Kürzel „Coronavirus-Überwachung“ (Surveillance) bestätigt Vermutungen, die schon seit Wochen kursieren: Die Corona-Infektionswelle trifft insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund, was öffentliche Empörung auslöste, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Auszüge:

  • Kölner Klinik: Mehr als 55 Prozent der Corona-Patienten wiesen ausländische Wurzeln auf. Von den Verstorbenen ist es jeder Zweite
  • Zwei Drittel aller Intensivpatienten hatten Migrationshintergrund
  • Betroffen waren demnach vor allem türkisch, arabisch, italienisch und osteuropäisch stämmige Patienten
  • Die Daten decken sich mit den Erkenntnissen des Leiters der Lungenklinik Moers, Thomas Voshaar. (siehe unten)
  • Im Raum Bielefeld sieht es nach Meldungen der „Westfälischen Nachrichten“ nicht besser aus.
  • Diese Werte liegen weit höher als der Anteil der Bevölkerung mit Zuwanderergeschichte in NRW in Höhe von 29,3 Prozent.
  • Während aber große Teile der Politik das Problem umgehen und auch der zuständige Fachverband Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin keine entsprechenden Erhebungen anstellt, fällt eine OECD-Studie ein eindeutiges Urteil. Der Untersuchung zufolge sind Einwanderer „besonders von den gesundheitlichen Folgen der Pandemie betroffen“.
  • Dazu passt eine jüngst veröffentlichte Expertise des Berliner Senats: „Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz", heißt es dort.
  • Pandemie und Migranten: "Viele verstehen die Gefahr und die Maßnahmen nicht"
  • Kölner Viertel mit hoher Migrantenquote gehören zu den Corona-Hotspots
  • Für das erhöhte Infektionsrisiko in der Migranten-Community macht Migrationsexperte Toprak ferner kulturelle Wurzeln verantwortlich. „Während bei den deutschen Bürgern der Trend zum Single und der Kleinfamilie zunimmt, wird von vielen Menschen aus der Türkei, dem Orient oder aus Osteuropa die Großfamilie noch richtig gelebt wird."
  • "Sollten Migranten-Phänomen bei Corona nicht unter Teppich kehren"
  • Beerdigung im Goman-Clan am Freitag: Polizei-Hundertschaft soll Corona-Regeln durchsetzen In Leverkusen bereiten sich derzeit Stadt und Ordnungsmacht auf ein Szenario am Freitag (9. April) vor. Auf dem Friedhof Reuschenberg soll eine Größe des Goman-Clans beerdigt werden, die dem Corona-Virus erlegen ist. Im Vorfeld hatte es schon eine Einsatzpanne städtischer Ordnungsamtsmitarbeiter gegeben, die eine Ansammlung von 80 Personen auf einem Anwesen der weitverzweigten Roma-Großfamilie trotz Polizeiunter-stützung nicht auflöste und die Corona-Verstöße ahndete.
  • Zur Trauerfeier des als Friedensrichter bekannten Verstorbenen werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet. Die Stadt will nun einen harten Kurs fahren und nur den engsten Kreis von 25 Personen zulassen. Um diese Regelung durchzusetzen, werden die Ordnungshüter mindestens eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei einsetzen.
  • Neue Zürcher Zeitung: Auch in Österreich sind Migranten anfälliger für eine Corona-Erkrankung. „Schlechter integrierte Zuwanderer erhalten weniger Informationen über die Pandemie und sind anfälliger für Verschwörungstheorien“.
  • Sprachliche Barrieren spielen ebenso eine bedeutende Rolle wie die Tatsache, dass die weniger gut integrierten Gruppen überwiegend Kontakt zu Personen aus ihrem eigenen Kulturkreis haben.
  • Wie sich der Informationsstand auf das eigene Verhalten auswirkt, haben die OCE-Studienautoren zwar nicht abgefragt. Dass er Auswirkungen auf die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen hat, scheint aber offensichtlich: So halten doppelt so viele Afghanen und Syrer Ausgangssperren, Maskenpflicht und Social Distancing für übertriebener als Menschen ohne Migrationshintergrund.

Corona-Mathematik

Es kommt nicht auf das Verhalten der Mehrheit an (WELT)

Und noch ein Experte:
"Selbst wenn sich die große Mehrheit vorbildlich verhält, (Anm.: was sie seit einem Jahr tut) bedeutet das nicht, dass der Anstieg der Fallzahle gebremst wird",sagt Mathematiker Christian Hesse.
Hesse stellte anhand von  Studien mehrerer Viologen eine mathematische Ansteckungsformel nach dem Pareto-Prinzip auf.  Auch in der Corona-Krise soll angeblich das 20/80 Prinzip gelten, wonach 20% der Inizierten 80% der Neuinfektionen verursachen. Oder andersrum: 80% Infizierte nur 20% andere anstecken. Es kommt also nicht auf die Mehrheit, sondern auf eine Minderheit von Intensivspreadern an. Wer zu dieser Gruppe maßgeblich gehört, wissen die Verantwortlichen sehr wahrscheinlich. Aber wer das ausspricht, bricht ein Tabu (RKI-Chef Wieler) oder gerät in sehr gefährliches Fahrwasser (Landrat von Peine)
Wenn man dem Mathematiker glaubt, gilt folgendes:
Die Ansteckungswahrscheinlichkeit mit der britischen Variante B.1.1.7, wenn 1 Infizierter im Innenraum im Abstand von 1 Meter 1 Stunde mit einem anderen zusammen ist, beträgt 5 - 10 %
Mit Maske oder doppeltem Abstand soll sich die Wahrscheinlichkeit auf 2,5 - 5 % halbieren. Im Umkehrschluss eine Nichtansteckungswahrscheinlichkeit von 90 - 97,5 %, Damit soll sie einiges höher als die ursprüngliche Virus-Variante sein.
Draußen soll sich diese Wahrscheinlichkeit unter gleichen Bedingungen sehr gravierend um ein Zwanzigstel reduzieren. Nach Adam Riese läge damit das Ansteckungsrisiko draußen in allen vorstehenden Szenarien unter 0,5 Prozent.

Im Freien besteht also auch mathematisch zu über 99% so gut wie keine Infektionsgefahr, was auch mehrere Aerosol-Studien belegen. So betont auch  die Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) in Köln in einem Positionspapier. „Im Freien finden so gut wie keine Infektionen durch Aerosolpartikel statt.“

Die Evidenz spricht also gegen eine Ansteckung mit Covid im Freien. Und ein Aerosol-Forscher hält nicht nur die Maskenpflicht an der frischen Luft für „völlig überzogen“, sondern fordert direkt die Öffnung der Außengastronomie.

Trotzdem herrscht weiterhin Maskenpflicht im Freien, weil die Maske das einzige Symbol für die "Sichtbarmachung" der Virus-Gefahr ist und "nichts schwieriger ist  als der geordnete Rückzug aus unhaltbaren Positionen". (Carl von Clausewitz)

Siehe auch: Mathematiker errechnet Ansteckungsformel (Focus)

Im Gegensatz dazu:

„Für Ansteckung mit B.1.1.7 genügen wohl auch flüchtige Begegnungen“, warnt Lauterbach (WELT)

Osteransprache des Bundespräsidenten

Steinmeier hält eine Fernsehansprache zu Ostern nach dem Moto: "Raufen wir uns alle zusammen, liebe Landsleute ! Holen wir raus, was in uns steckt"....

Das Problem: Wer die Ansprache sieht, braucht die salbungsvollen Worte nicht und wer sie braucht, sieht die Ansprache nicht oder versteht seine Sprache nicht.

"Nehmen Lebenswirklichkeit nicht so wahr"

"Raus aus dem Dienstwagen":

Bosbach geht nach Oster-Kehrtwende hart mit Regierung ins Gericht

CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach hat mit dem Corona-Management der Bundesregierung abgerech-net. Die jüngsten Beschlüsse und die darauffolgende Kehrtwende der Kanzlerin hätten „mit guter Regierungsarbeit überhaupt nichts zu tun“, sagte er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Nachdem die Kanzlerin am Mittwochvormittag erklärt hatte, die Entscheidung von zusätzlichen Ruhetagen über Ostern rückgängig zu machen, sagte Bosbach: „Nachdem der Text vorlag, was da in der Nacht beschlossen wurde, hat sich doch das Land kollektiv an den Kopf gefasst, weil jeder die Frage gestellt hat, was bedeutet das eigentlich rechtlich und in der Praxis.“

Bosbach: "Nehmen Lebenswirklichkeit nicht mehr so wahr"

Der ehemalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union warf den Regierenden vor, zu weit weg von der Lebensrealität der Menschen zu sein. Man müsse „raus aus dem Dienstwagen“. Viele der Beschlüsse würden von Menschen gefällt, die „die Lebenswirklichkeit nicht mehr so wahrnehmen“.

Die Entschuldigung der Kanzlerin begrüßte er dagegen. Es sei positiv, dass sie nicht versucht habe „Schuld und Verantwortung auf andere abzuwälzen“. Bosbach merkte an: Bei den Beschlüssen am Montag waren „auch 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen dabei.“

Warum erfüllen sich Lockdown-Befürworter nicht ihren Wunsch nach totaler Isolation?

Laut ZDF-Politbarometer vom 26.03.2021 sind 31,1 % der Befragten mit dem derzeitigen Lockdown einverstanden und 36,9 % wünschen sich einen härteren Lockdown. Wahrscheinlich gehören die zu den Millionen, die gebührenfinanziert oder vom Staat leben.

Denen ist keine Schließung ausreichend. Keine Maßnahme hart genug.  Was hindert die eigentlich daran, sich diesen Wunsch zu erfüllen und sich selbst in einen härteren Lockdown zu begeben?

Kein Mensch wird gezwungen, In den Urlaub zu fahren, in die Stadt, in ein Restaurant oder eine Gaststätte, ein Kaufhaus, einen Park oder dahin zu gehen, wo er auf andere Menschen trifft. Wer sich insolieren will, soll das tun. Niemand muss seine Wohnung verlassen. Selbst Lebensmittel kann man sich heute online bestellen und nach Hause liefern lassen. Außerdem ist es jedem unbenommen, ständig Masken zu tragen.

Die ihr Heil in möglichst totaler Isolation sehen. Warum wird deren Wunsch nicht erfüllt, ohne die gesamte Gesellschaft einzusperren?

Aber das ist gar nicht deren Problem. Ihr Problem ist das Motto: „Was ich nicht will, dass darf mein Nachbar auch nicht wollen“. Es wäre ja noch schöner, wenn der Freiheiten auslebt, die ich für mich ausschließe.

 

 

Politbüro Feeling ?

„Es ist für mich nicht der geringste Triumph, feststellen zu müssen, das ganz Deutschland ein Jahr lang mal einen Hauch davon verspürt, wie es ist, von einer Handvoll Regierungsmitgliedern bestimmt, gelenkt und beeinflusst zu werden.“ Katharina Witt

German Angst

Deutsche überschätzen ihr eigenes Corona-Risiko um das 7 bis 38-fache

Das tägliche Bombardement der Medien mit absoluten Corona-Infektionszahlen, zeigt Wirkung: Die Deutschen überschätzen ihr eigenes Corona-Risiko um ein Vielfaches.

Wem täglich absolute Zahlen präsentiert werden, dass sich bisher 2.575.849 Menschen in Deutschland Infiziert haben, der ist natürlich erschrockener, als wenn ihm gesagt wird, dass sich im ganzen Jahr von 100 Bewohnern lediglich 3 angesteckt und 97 nicht angesteckt haben. Auch 73.656 Tote sind zu viele, trotzdem starb in Deutschland bisher nur etwa 1 von 1.000 Einwohner an Corona. Und aktuell 133.400 akut  Infizierte sind lediglich 2 von 1.000

Auch der ständige Alarmismus bei steigenden Inzidenzzahlen hat eine ähnliche Wirkung. Wenn die Inzidenz z.B. von 80 auf 83 steigt, heißt das nichts anderes, als dass sich in 7 Tagen 3 von 100.000 Menschen mehr angesteckt haben als am Tag zuvor.

Und wenn es nun heißt, die britische Covid-19-Variante sei gefährlicher, weil sie zwischen 55 und 64 Prozent tödlicher sein könnte, dann heißt das, dass von den über 60-jährigen statt 6 von 1.000 Infizierten 9 von 1.000 sterben könnten.

Die Gesellschaft chronisch unter Angst halten, ohne Rücksicht auf die psychologischen und wirtschaftlichen Folgen, ist als Disziplinierungsmittel von der Politik gewollt und wird von den Medien unterstützt.

Vor diesem Hintergrund hat der Psychologie-Professor und Bewusstseinsforscher Manuel Schabus vom Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg eine komplexe Umfrage zu Wissen, Einstellungen und Erfahrungen der Deutschen in der Corona-Pandemie gestartet.

Ein Ergebnis: Von den 30-39-jährigen überschätzen ihr eigenes Risiko schwer an Corona zu erkranken um das 38-fache. Bei der Generation 70+ ist es „nur“ das 7-fache.

Näheres können Sie hier nachlesen

Moral und Politik

Sie fordern Solidarität und meinen Gehorsam

Steinmeier und viele namhafte Politik beschwören es immer wieder: Solidarität

Aber der Aufruf zur Solidarität hat auch etwas Bedrohliches. Er meint nämlich in Wirklichkeit Gehorsam und schließt Widerspruch moralisch aus. Da Verantwortliche aber wissen, dass wir in einer demokratischen Gesellschaft und nicht in einem Obrigkeitsstaat leben, kleidet man obrigkeitliche Anordnungen und Erlasse in eine besser verständliche Moralrhetorik und fordert mehr Solidarität.

Die andauernde Beschwörung von Solidarität ist eine rhetorische Allzweckwaffe all jener geworden, die im Grunde davon ablenken wollen, dass sie nicht wissen, ob ihre Maßnahmen wirken.

Der Appell an Solidarität klingt irgendwie menschenfreundlich. Damit macht man nichts falsch. Gegen Solidarität kann doch eigentlich niemand etwas haben.

Deshalb fällt auf, dass das Steinmeiers Lieblingswort schlechthin ist. Demnach war schon im letzten März „unsere Solidarität extrem wichtig“ und im April forderte er „Geduld und Solidarität“ und angesichts des Lockdowns im Dezember „anhaltende Solidarität“. Und mit Blick auf die Impfstoffverteilung „weltweite Solidarität.

Das ständige Rufen nach Solidarität schwankt nicht nur zwischen Hilflosigkeit und Einfalt. Nein, er hat etwas Bedrohliches. Wo ständig rührselig Solidarität eingefordert, ist Widerspruch ausgeschlossen. Der Ruf nach Solidarität ist ein Totschlagargument und ein verschleierter Befehl. Wer nicht solidarisch ist, muss mit Sanktionen rechnen und ein maßloser Egoist sein. Oder Schlimmeres: nämlich ein „Rechter“.

Wer Solidarität von oben einklagt, versucht die Gesamtgesellschaft für Missstände haftbar zu machen – man war eben nicht solidarisch genug.

Man kalkuliert mit der Applausgarantie – und der Entrüstungsgarantie bei Nichtbefolgung.

Solidarität kann man sich wünschen, aber nicht einklagen, nicht herbeinötigen, auch nicht einfach voraussetzen. Von Solidarität wird gesprochen aber Gehorsam ist gemeint. Es wird nicht nur das nüchterne Befolgen der Corona Anweisungen gefordert, sondern diese Forderung wird zusätzlich moralisiert. Offensichtlich ist dem Erlass- und Verordnungsgeber ein Defizit der Angemessenheit der Maßnahmen bewusst. Um sie nicht konsequent umsetzen zu müssen, fordert er deshalb Solidarität. Und diejenigen, die die Corona-Auflagen nicht befolgen, sind eben schlechte Menschen.

Auch in der Diskussion um Freiheitsrechte für Geimpfte hört man immer wieder, es sei ein Gebot der Solidarität, Geimpfte nicht zu bevorzugen. Was aber hat ein Nichtgeimpfter davon, wenn einem Geimpften Freiheitsrechte verweigert werden? Wer da Solidarität fordert, bekämpft nicht das Virus, sondern die Bevölkerung.

Der Politik geht es mit der moralischen Codierung der Corona-Maßnahmen vor allem darum, das Gespräch zu beenden, Kritik zu unterbinden und Alternativen zu ersticken. Aber das kann sie nur erfolgreich tun, wenn kein Bürgersinn mehr vorhanden ist, der den Wert der Freiheit über das Leben stellt. Dabei hat das Leben als solches keine innere moralische Qualität. Es ist Zeit, sich dessen zu erinnern.

Quellen: CICERO – Moral und Politik – NZZ- Sie sagen Solidarität und meinen Gehorsam

Das Versagen der Corona-Verwalter: Deutschland erstickt an seiner Bürokratie (NZZ)

Der Versuch, alles bis ins Kleinste mit Vorschriften zu regeln, lähmt das Land schon seit langem. In der Pandemie zeigt sich nun auch die zerstörerische Kraft der deutschen Regulierungswut.

Der eigentliche Grund für das deutsche Scheitern in der Krise ist eine Eigenart, die alle politischen Ebenen des Landes durchdringt, und das schon lange: Es ist die Lust an der Bürokratie. Vor der Pandemie war sie vor allem im Ausland ein Anlass für Witze, Ratgebertexte und YouTube-Videos. Jetzt, in der Krise, zeigt sich ihr zerstörerischer Charakter.

  • Wer, bitte, denkt sich so etwas aus? Ladenbesitzer, die ums wirtschaftliche Überleben kämpfen, hätten nach dem Öffnungsplan gar keine Zeit, sich um ihre zurückkehrenden Kunden zu kümmern. Sie müssten permanent mit einem Zollstock und einer Excel-Tabelle in der Hand durchs Geschäft rasen, um sich keinen Ärger mit dem Ordnungsamt oder der Polizei einzuhandeln
  • Während sich der staatliche Eifer bei der Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, beim Schutz von Altenheimen und bei der Bestellung von Schnelltests in Grenzen hält, ist er bei der Ahndung von Regelverstößen in Deutschland so ausgeprägt wie eh und je.
  • Die Lokal- und Regionalmedien sind voll von entsprechenden Berichten. Mal stehen acht Polizisten in der Küche eines Mannes, der mit einem Freund gekocht hat, mal soll ein Sportverein 5000 Euro Strafe zahlen, weil zwei Kinder auf seinem Skatepark unterwegs waren, mal nehmen Beamte die Personalien von Spaziergängerinnen auf, deren Hunde sich zu nahe gekommen sind.
  • Bei näherer Betrachtung sind es aber gar nicht die Macher, die versagen, es sind die Verwalter. Es ist der deutsche Staat, der den Ruf des Landes beschädigt: Statt Probleme aus dem Weg zu räumen, stellt er Regelwerke auf, die selbst zum Problem werden. Made in Germany? Für alles, was der Staat anfasst, gilt: Late in Germany.
  • Was Frau Federle, Amtsärztin aus Tübingen, in der Sendung „Phönix“ über das deutsche Wesen sagte, traf den Nagel auf den Kopf:
    «Wir müssen einfach mal pragmatischer handeln», forderte sie im schönsten schwäbischen Singsang. «Wir bewegen alles x-mal, wir kontrollieren es noch zehnmal, schreiben es dann aus, lassen es noch mal prüfen, ob es überhaupt so schon geprüft ist, und haben dann noch irgendwelche rechtlichen Bedenken. Und das ist in der Krise vollkommen falsch.»
  • Solche Worte gehören eingerahmt in jede Amtsstube, angefangen beim Kanzleramt.

„Patienten mit Kommunikationsbarriere“

50 Prozent der Corona-Intensivpatienten bundesweit mit Migrationshintergrund?

Bereits im letzten Jahr machten mehrfach Berichte die Runde, dass insbesondere in Schlachtbetrieben große Corona-Ausbrüche zu verzeichnen waren. Betroffen waren in der Regel Arbeiter aus Südosteuropa. Auch nach dem Sommerurlaub hieß es, Familienheimkehrer vom Balkan, aus Südosteuropa und der Türkei müssten wohl als Pandemietreiber angesehen werden. Dazu kamen Feiern von Großfamilien, Hochzeitsfeste über mehrere Tage, Beerdigungen und religiöse Veranstaltungen.

Jetzt kommt ein neues Tabu Thema auf´s Tapet.

Es hat länger gedauert, bis eine hochbrisante Nachricht aus einer Schaltkonferenz des RKI-Chefs mit Chefärzten an die Öffentlichkeit durchsickerte. Über 90 Prozent der Corona-Intensivpatienten sollen in einer Lungenklinik Migrationshintergrund haben, bundesweit weit über 50 Prozent.

Als erstes berichtete BULD darüber, andere Zeitungen nehmen die Meldungen auf. Da der digitale BILD-Bericht hinter einer Bezahlschranke verborgen ist, hier ein paar Auszüge:

  • Seit bekannt wurde, dass sich Patienten mit Migrationshintergrund auf Intensivstation häufen, herrscht bei offiziellen Stellen betroffenes Schweigen
  • Laut BILD war am 14.02.2021 in einer Gesprächsrunde mit dem RKI-Chef dieses Tabu ein Thema.
  • In der Bundesregierung wird der extrem hohe Anteil als Tabu empfunden, weil die Bundesregierung Angst vor einer Rassismus-Debatte habe.
  • Folglich hätte man eine intensive Informationsdebatte für Migranten unterlassen, um das zu unterbinden.
  • Maßgeblich zitiert wird der der Chef der Lungenklinik in Moers, Thomas Voshaar. Eine Umfrage hätte ermittelt, dass es „offensichtlich eine Gruppe gibt, die die Politik mit Corona-Warnungen überhaupt nicht erreicht. Das sind Menschen mit Migrationshintergrund.“
  • Voshaar sagt es klipp und klar: „Nach meiner Erhebung hatten immer über 90 Prozent der Intubierten, schwerst kranken Patienten einen Migrationshintergrund. Wir haben uns intern darauf geeinigt, dass wir solche Kranke als ‚Patienten mit Kommunikationsbarriere‘ bezeichnen wollen. Die scheinen wir nicht zu erreichen.“
  • Bild zitiert Wieler:
    „Ich habe das genauso gehört. Aber es ist ein Tabu. Ich habe versucht, auf bestimmte Menschen zuzugehen. Wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen. Das Ganze hat für Berlin riesige Auswirkungen. Das ist ein echtes Problem. Diese Gruppe besteht aus vier Millionen Menschen in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 4,8 Prozent. Auf den Intensivstationen liegen aber deutlich über 50 Prozent aus dieser Gruppe.“
  • Laut Voshaar hätte Gesundheitsminister Jens Spahn den Überraschten gegeben und mit Entsetzen reagiert: „oGottoGottoGott“ hätte der ausgerufen
  • „Auf Bild-Nachfrage erklärte ein Regierungssprecher, die Warnungen habe Spahn nicht ans Kanzleramt weitergeleitet. Bei den Corona-Gipfeln der Kanzlerin mit den Länderchefs waren die Erkenntnisse der Mediziner nie Thema.“

"Beim Spazieren passiert garantiert nichts"

Der große deutsche Experte für Aerosole ist Dr. Gerhard Scheuch. Er ist Aerosol-Physiker, war von 2007 bis 2013 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin und berät heute die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie viele pharmazeutische Unternehmen. (Aber nicht die Bundesregierung)

Gerhard Scheuch hält manche Maßnahme für "absurd" und ärgert sich über politisches Vorgehen. Er sagt in einem Interview auf ntv-Online:

Die Corona-Krise ist ein Innenraumproblem?

Die Corona-Krise ist ein „Innenraumproblem“ Das ist nicht nur meine Meinung, das ist die Meinung von vielen Wissenschaftlern, die auf dem Gebiet der Aerosol-Forschung arbeiten. Es ist ein Innenraum-Problem, weil sich die Menschen in Innenräumen anstecken. In China wurde in einer großen Untersuchung festgestellt, dass von über 7000 untersuchten Infektionen eine einzige im Freien stattfand.

Draußen joggen, spazieren gehen, sich treffen, dann kann im Grunde nichts passieren?

Nein. Da kann garantiert nichts passieren. Wenn Sie joggen, spazieren gehen, wandern, Ski fahren, rodeln, was auch immer, dann wird nichts passieren. Im Außenbereich kann nur dann etwas passieren, wenn Sie sehr lange sehr eng mit einer Person zusammenstehen, sich direkt gegenüberstehen und unterhalten. Aber ansonsten ist die Ansteckungsgefahr im Freien null.

„Längere Zeit“?

Bisher gingen wir davon aus, dass man ungefähr 5 bis 15 Minuten braucht, um sich im Freien zu infizieren, wenn man sich gegenübersteht. Diese Zeit könnte sich natürlich verkürzen, wenn die Mutanten wirklich so viel ansteckender sind, wie man im Augenblick berichtet. Dann sind es nicht mehr 5 bis 15, sondern 3 bis 10 Minuten. Das ist die Zeitspanne, mit der man rechnen könnte.

Wie sieht´s im Innenraum aus? Kann man sagen, wie viel Virus-Material angesammelt sein muss, damit sich jemand anderes infiziert?

Man weiß das noch nicht genau. Man geht im Augenblick davon aus, dass man zwischen 400 und 3000 Viren einatmen muss, damit eine Infektion starten kann. In China wurde auch festgestellt, dass 75 Prozent der Infizierten überhaupt keine Viren ausatmen. Das deckt sich ja mit den epidemiologischen Befunden, dass 75 Prozent der Leute niemanden anstecken.

Wie bewerten Sie, dass es diese Daten, dieses Wissen gibt, aber die politischen Maßnahmen dem entgegenzuwirken scheinen?

Nicht entgegenwirken. Aber sie werden nicht berücksichtigt. Das ärgert mich schon manchmal etwas. Dass man immer nur "Lockdown, Lockdown, Lockdown" proklamiert und solche gezielten Maßnahmen nicht wiedergibt, also einfach der Bevölkerung das nicht mitteilt. Eben: kurze Zeit, lieber mal ins Freie gehen, Ansteckung findet in Innenräumen statt, also trefft euch doch nicht so oft mit vielen Leuten, das ist doch die Gefahr. Aber dass man dann zum Beispiel nächtliche Ausgangssperren verhängt, das ist in meinen Augen absurd. Denn damit signalisiert man den Leuten ja: Achtung, draußen ist es gefährlich. Genau umgekehrt: Drinnen ist es gefährlich.

Ansteckung im Außenbereich nahezu ausgeschlossen

Dr. Gerhard Scheuch, ist Aerosol-Physiker. Im Morning Briefing Podcast von „Steingarts Morning-Briefing“ widerspricht er gängigen Klischees und schärft unseren Blick für das eigentliche Infektionsgeschehen.

Der Virologe weiß fast alles über das Virus aber nichts darüber, wie das Virus von einem Menschen zum anderen gelangt. Das ist das Spezialgebiet des Physikers, genauer gesagt des Aerosol-Physikers.

Der große deutsche Experte für Aerosole, ist Dr. Gerhard Scheuch. Er ist Aerosol-Physiker, war von 2007 bis 2013 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin und berät heute die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie viele pharmazeutische Unternehmen. (Aber nicht von der deutschen Politik).

  • Scheuch rät er angesichts von so mancher Zufallsbegegnung im Supermarkt, am Arbeitsplatz oder beim Joggen, die uns zu dicht erscheint, zur Gelassenheit.
  • Bei den Coronaviren, mit denen wir es jetzt zu tun haben, brauche man mindestens fünf bis 15 Minuten relativ dichten Zusammenstehens, um sich direkt zu infizieren.
  • Das würde bedeuten, dass unsere Angst vor der flüchtigen Nähe mit Unbekannten oft unbegründet ist:
    Bei einem Vorbeigehen könne man sich nicht anstecken. Das sei unmöglich. Da kriege man einfach viel, viel zu wenige Viren ab, als dass die Infektion starten könne.
  • Ohnehin komme es keineswegs bei jedem Kontakt, auch nicht bei jedem langanhaltenden Kontakt mit einem Corona-Infizierten, zur Erkrankung.
  • Es sei im Augenblick so, dass nur etwa zehn bis 15 Prozent der Infizierten überhaupt andere anstecken.
    Das wiederum liege daran, dass nicht jeder Infizierte in gleicher Weise Viren in die Atemluft emittiere.
  • Scheuch zitiert Studien, nach denen 73 Prozent der Patienten überhaupt keine Viren ausgeatmet haben. Aber sie hätten einen Patienten gefunden, der pro Minute 400.000 Viren ausgeatmet habe. Wenn sie mit so einem zusammensäßen, dann könne es schon mal knallen.
  • Das Maskentragen im Freien entbehre jeder Wissenschaftlichkeit und sei völliger Unsinn. Man brauche im Freien keine Maske

Man stirbt nicht so einfach an Corona

Sterben Patienten an oder mit Corona? Obduktionen an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf zeigen: Die meisten der untersuchten Toten sind Covid-Sterbefälle.

Entgegen der Empfehlung des RKI hat das Institut für Rechtsmedizin am UKE 735 an covid-19 verstorbene Infizierte nach dem Motto: „Von den Toten lernen“ obduziert.

  • Nur bei einem Prozent der Obduzierten wurden keine relevanten Vorerkrankungen festgestellt. Die Todesursache war trotzdem Covid-19
  • Zugleich zeigt die Untersuchung, dass 99 Prozent von ihnen unter teils mehreren Vorerkrankungen litten.
  • 88 Prozent der Obduzierten gab es mindestens drei Vorerkrankungen, vor allem Bluthochdruck, chronische Niereninsuffizienz, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), bösartige Tumorerkrankungen oder Diabetes. 20 Prozent der Verstorbenen wiesen ein krankhaftes Übergewicht auf.
  • Trotzdem sind die an Covid-19 verstorben - die meisten in Folge von Lungenembolien, Multiorganversagen oder einer Sepsis.
  • In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert, die Infektion war aber nicht todesursächlich. "Das waren Herzinfarkte, Lebererkrankungen oder Entzündungskonstellationen - vollkommen unabhängig vom Virus" so der Institutsleiter.
  • Die Hälfte der Verstorbenen war älter als 83 Jahre, 75 Prozent waren älter als 76. Zudem waren die verstorbenen Männer statistisch etwas jünger als die Frauen, und es starben mehr Männer als Frauen.
  • Lediglich sieben Obduzierte waren jünger als 50 Jahre, und von diesen wiederum gab es niemanden, der nicht auch eine erhebliche Vorerkrankung aufgewiesen hätte.
  • Zwei Drittel der Todesfälle ereigneten sich während der zweiten Pandemie-Welle ab Oktober, die meisten im Dezember.

Institutsleiter Ondruschka:

  • „Das höchste Risiko an einer Covid-19-Erkrankung zu versterben, ist somit eindeutig das hohe Lebensalter und damit einhergehend Risikofaktoren im Sinne gravierender Vorerkrankungen“,
  • Man habe bei den Obduzierten lediglich ein Prozent gefunden, bei denen es keine Vorerkrankung gegeben hätte.

Es gibt angesichts dieser Datenlager also kaum noch einen Zweifel: Sars-CoV-2 ist eine Gefahr für die Alten mit Vorerkrankungen, alle anderen haben zumindest keine tödlichen Verläufe zu befürchten.

Die Alten und Vorerkrankten noch effektiver zu schützen, muss daher das Ziel allen politischen Handelns sein. Wer diese Latte reißt, der will von den Toten nichts lernen.

zu den Artikeln: in >>> CICERO und >>> n-tv-Online

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